Freitag, 14. November 2008

20 000 Meilen unter dem Meer


Russisches Roulette in der Kellergrube: Blitzlichtgewitter der Mündungsfeuer. Ein Hoffen in der Regenbogenpresse. Dazwischen die Schreie, die durch den Pulverdampf dringen. Das Klagelied der Abgestumpften. Abgesang auf den guten Glauben: Die Revolution frisst ihre Kinder.
Draußen lauert die Gestapo der freiheitlichen Terrordemokratie. Notstand erzeugt Gewalt, aber nur durch Säuberung ist Erlösung zu erlangen. Stromschläge erwecken die Brutbatterien zu neuem Leben. Die Pein in den Augen der Benutzten, Verwertung mit industriellem Charakter. Ein schwarzer Himmel fällt uns auf den Kopf, Asche regnet über Hiroshima. Und ewig knallen die Stiefel der Soldaten in Reih & Glied.
Der Druck der Wassermassen über ihren Wasserköpfen hält sie stumm und klein. Lässt sie ineinander greifen wie die Zähne eines Uhrwerks.
Aber wehe, wenn der Druck genommen! Emporgeschossen wie ein Sektkorken (Beifall der NASA-Ingenieure, Hände werden vergnügt gerieben) fallen die Orden von der Uniform ab, Glanz und Glorie versinken auf dem Meeresgrund. Niemand weint ihnen eine Träne nach.
Das ist das Leid der Tiefseefische, zum ersten & letzten Mal die Sonne zu sehen, bevor sie platzen.