Freitag, 23. Juli 2010

Perforiert II


Millionen kleiner Löcher
wie die Facettenaugen von Fliegen
die auf Aas lauern
hinein:=ge!schossen
in den rostigen {Rumpf}
t:r:o:p:f:e:n:d geifernd
mit ihren Saugrüsseln.

Allein & verwundet
leichte Beute in den Gassen
kann nicht schlafen
seit Tagen
die Augen auf{gerissen
wie ein Spielautomat
r[a[t[t[e[r[n die bunten Lichter
an mir vorbei

Unterweltcasino
den letzten Zug nach Downtown
- verpasst.

Wenn
wenn die Fliegen sich erheben
dann ist es aus mit mir
ich bin eine leichte Beute
meine Füsse sind wund

über mir thronen
die
die jeden meiner Schritte verfolgen
nur das Funkeln
des Zielfernrohrs
verrät ihre Position

lauern warten
lauern warten
wie mein Herz pocht

sie kennen den Rhythmus
meiner Angst.

Astrologie


Hodenkrebs ist kein Sternzeichen!

Dienstag, 20. Juli 2010

Interview auf meinsbh



Thomas Reich wurde 1978 in Villingen-Schwenningen geboren. Im Jugendalter besuchte er das Gymnasium am Deutenberg und ließ sich daraufhin zum Einzelhandelskaufmann ausbilden.
Gegen Ende der Schulzeit begann er erste Gedichte zu schreiben. Später kamen Romane und Kurzgeschichten hinzu. Aktuell sind elf Titel online erhältlich.
Der Selfmademan, bei dem Homepage, Bücher und Werbung aus einem Guss kommen, blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Seine Seite kann sich über mangelnden Zulauf nicht beklagen.
meinsbh.de: Wie haben Sie das Interesse am Schreiben entdeckt?
Thomas Reich: Schreiben ist ein Ventil, um Dampf abzulassen. Der Weg zu innerer Ruhe. Mich reizte der Gedanke, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. So wie ein Theaterdarsteller mit Identitäten spielt. Je weiter von der eigenen Person entfernt, umso besser. Wenn ich so zurückblicke, war es wohl ein Prozess der Selbstfindung, wie ihn viele junge Menschen durchgehen. Oder eben auch: Sich in andere Personen besser hineindenken. Neue Sichtweisen erfahren. Durch das Spiel mit der Identität. Bei mir führte er zum Schreiben.
meinsbh.de: Was hat Sie, trotz der Ausbildung als Einzelhandelkaufmann, davon überzeugt Autor zu werden?
Thomas Reich: Eine Frage der Selbstverwirklichung. Ich wollte mein Hobby zum Beruf machen. Tagsüber habe ich einen Beruf, in dem ich tagtäglich mit Menschen in Kontakt bin. Nach Feierabend fülle ich die Seiten mit Personae, über die ich selbst bestimmen kann. Beziehungsweise Geschichten, an denen ich teilhabe. Denn nicht ich bestimme über meine Figuren, sondern meine Figuren über mich. Eine jede hat ihr Eigenleben, wirft geplante Charakterzüge über den Haufen und entwickelt sich aus eigener Energie heraus. Mir geht es beim Schreiben nicht anders als dem Leser. Ich begleite die Figuren, beobachte sie unterwegs und höre ihnen zu.
Zumal beide Perspektiven eine Gemeinsamkeit haben: Ich verkaufe Produkte. Denn ein Buch ist nichts anderes als ein Produkt, dessen Vorzüge man dem Kunden schmackhaft machen muss.
Freizeit ist ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann. ich bin in zwei Berufswelten eingespannt.
meinsbh.de: Wann sind Sie von Beruf Autor geworden?
Thomas Reich: Ich denke mal mit Anfang zwanzig habe ich begonnen, die Schreiberei ernster zu nehmen. Was als ein nettes Hobby begann, verwandelte sich in harte Arbeit. Arbeit, die man gerne verrichtet. Solide Vorbereitung, Brainstorming & Recherchen (Gepriesen sei das Internet). Ein logischer Aufbau. Zahlreiche Korrekturlesungen, um den Rohdiamanten zu schleifen.
meinsbh.de: Was ist das Besondere an Ihren Büchern und über was schreiben Sie am liebsten?
Thomas Reich: Nun, wer meine Bücher kennt, weiß um den Umfang der Genren, in denen ich unterwegs bin. Horror lese ich selbst gerne, also schreibe ich auch am liebsten Bücher auf diesem Sektor. Momentan arbeite ich an einem Fantasyroman, für mich ein Novum. Aber neue Herausforderungen reizen mich.
Viele meiner Bücher basieren auch auf Alpträumen, die ich in Geschichten umsetze. In „Meat Me“ geht einer dieser Träume der Handlung voraus. Damals wusste ich, dass es nicht mein Traum war. Wer also hatte diese Szene geträumt? So wurde Claudio zum Puzzlespiel, das ich zusammensetzen musste. Eigentlich eine entspannte Arbeitsweise. Ich bekomme meine Ideen im Schlaf.
Andere Projekte basieren auf alltäglichen Erlebnissen/Filmen/Büchern, die aus einem neuen Blickwinkel neue Perspektiven eröffnen. Das geheime Fenster, der geheime Garten, sozusagen.
meinsbh.de: Was macht eine Geschichte bindend?
Thomas Reich: So abgedroschen es auch klingt, den Leser bei der Stange halten. Realistische Figuren schaffen, die glaubhaft rüberkommen.
Comedy bildet da einen klaren Gegenpol: Überzeichnete Stereotypen, die der Lächerlichkeit preisgegeben werden.
meinsbh.de: Versuchen Sie Ihren Lesern eine Botschaft zu übermitteln?
Thomas Reich: Die stärkste politische Botschaft dürfte aktuell der Band „Babylons letzter Wächter enthalten. Wie würden sie sich in einer theokratischen Diktatur verhalten? Wenn sie herausfinden, dass sie indirekt am Tod vieler Menschen schuld sind, und keine Möglichkeit haben, entgegenzuwirken? Gerade die Isolation, die der Wächter erfährt, treibt ihn in sich selbst zurück, um eine Lösung zu finden.
In anderen Büchern kommen die Botschaften eher leiser daher, versteckt zwischen den Zeilen. Grundsätzlich der Glaube, dass alle Menschen Masken tragen, hinter denen es gehörig bröckelt. Überlebenskämpfer in einer Ellbogen-Ethik. Manchmal zerbrechen meine Figuren auch an ihren inneren Konflikten. Wenn das passiert, überraschen sie mich selbst. Aber es ist aufgrund ihrer Geschichte folgerichtig.
meinsbh.de: Sie sind einer von vielen Autoren, sodass es sehr schwer ist viele Leser auf seine eigenen Geschichten aufmerksam zu machen. Wie vermarktet man seine Bücher am Besten?
Thomas Reich: Es gibt nicht einen Königsweg, den jeder Autor gleichermaßen betritt. Ich bin den Weg über das Internet gegangen, da die Vorteile für mich klar auf der Hand lagen: Erreichbarkeit rund um die Uhr, an jedem Ort. Die Freiheit, sein eigenes Öffentlichkeitsbild frei zu gestalten. Und natürlich auch, nicht für die Schublade arbeiten zu müssen, sondern die gesamte Bandbreite meines Schaffens präsentieren zu können.
Der eigentliche Vertrieb meiner Bücher läuft über www.lulu.com, einen Book-On-Demand-Anbieter. Zum einen nimmt mir das einen erheblichen Arbeitsaufwand ab. Zum anderen bietet es mir die nötige Transparenz. Ich kann jederzeit Bücher einstellen oder löschen, und den Preis selbst bestimmen. Theoretisch liegt es also in meiner Hand, ob ich mir einen unverschämt hohen Gewinn eintrage, oder mit dem Endpreis auf dem Teppich bleibe. Aber ich bin Kaufmann, nicht wahr? Also fahre ich eine entsprechend günstige Kalkulation, um die Buchpreise interessant zu halten.
Natürlich schließe ich nicht aus, dass ich eines Tages auch andere Vertriebswege beschreite. Wenn, dann werde ich meine Fans natürlich rechtzeitig darüber informieren. Für den Moment bin ich soweit zufrieden.
meinsbh.de: Wo haben Leser einen Zugriff auf Ihre Geschichten?
Thomas Reich: Direkt über meine Homepage http://www.der-reich.de/ . Weitere Texte, die ich als Schmankerl frei zur Verfügung stelle, finden sie unter http://www.dirtydichter.blogspot.com/. Dort gibt es auch einige Bonmots und düstere Kurzprosa.
meinsbh.de: Was hat Sie in Villingen-Schwenningen gehalten? Was gefällt Ihnen an unserer Region?
Thomas Reich: Ich mag Großstädte, solange ich dort nicht leben muss. Hier habe ich alles, was ich brauche. Wer immer auf der Flucht ist, ist nirgends zuhause. Es gibt nichts, vor dem ich davonrennen müsste.
meinsbh.de: Was sind Ihre Wünsche und Ziele für die Zukunft?
Thomas Reich: Mehr Kunden, mehr Umsatz. Mehr Kapitalismus wagen. Ziele, die wohl jeder Unternehmer hat.

Dieses Interview wurde von Suzana Vrucinic im Rahmen einer Projektarbeit der Fakultät Wirtschaft der Hochschule Furtwangen am 09.12.08 per Email geführt. Im Orginal nachzulesen hier

Samstag, 17. Juli 2010

Das fremde Bett



Nächtliches Tapsen
durch endlosen Korridore
verwinkelte Schattenparadiese
auf der Suche
nach der Toilette
dieser Wohnung in der ich der Fremd{körper bin
schmerzende Zehen
auf dem Hindernisparcours.

Warum habe ich auch nicht gefragt
vorher
ich habe ja auch gefragt
ob du mit mir schlafen willst

ich war allein
und werde es bleiben
allein bis zum Morgen.

Der Morgen:{= das Grauen
die Chance verschlafen
im fahlen Licht der Dämmerung
die letzten Klamotten
die von der Schnitzeljagd blieben
zusammen=zu!suchen
die Möglichkeit
die Flucht zu ergreifen.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Ein neues Sansibar


Der Junge steht am Ufer
Ebbe und Flut
wechseln sich ab
es gibt Nichts dazwischen.

Früher gab es da etwas
erinnert er sich
mit Tränen in den Augen
Vogelschreie
Liebesgeflüster
Beschimpfungen
zumindest so etwas
wie Leben.

Eine Möwe schreit
immer noch
doch sie verkündet nur
den Sonnenuntergang.

Der Junge zittert
als eine neue Windböe
ihn durchfährt.

Ja,
denkt er
jetzt wird es dunkel.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Fix-Produkte


Wer kennt sie nicht, die kleinen und praktischen Helfer des Alltags, die Fixbeutel der namhaften Hersteller aller Konsorten.


Gegenfrage: Wer erinnert sich, wie man ohne diese eine schmackhafte Mahlzeit hinbekommt?

Warum zahlen wir horrende Beträge für einen Beutel industriell zusammengemischten Dreck?

Back to basic in der Küche:

- Alles was angebraten wird, entwickelt einen schmackhaften Fond, der Grundlage für eine Sauce sein kann. Mit Wasser oder Wein aufgießen, Kräuter und Gewürze drüber und fertig. Eventuell mit Mehl andicken.

- Für Überbackenes empfehle saure oder süße Sahne, Gewürze, etwas Brühe.

Gesünder, natürlicher, leckerer & auch billiger.

Dienstag, 13. Juli 2010

Kellergeschichten

Sieben Jahre sind nun vergangen, seit Christoffer zum ersten Mal in Erscheinung trat. Mit Kellergeschichten findet die Reihe ihren würdigen Abschluss.


Serienmörder Christoffer ist nur knapp seinen Verfolgern entkommen. Durchnässt bis auf die Knochen steht er am Ufer und lässt seinen Blick über den Horizont streifen. Berlin heißt sein neues Ziel… wo er sich ein neues Leben aufbauen will.
Zwischen ihm und dem Bunker, der zum feuchten Traum eines jeden Foltermeisters werden könnte, steht nur die alte Witwe Beerbaum. Während Christoffer mit brutalen Videoclips zum Internetguru avanciert, bricht die Liebe in sein Leben ein, und stellt alles auf den Kopf. Gelingt es seiner Frau Maja, ihn zu bekehren?

Textprobe hier

Blutzoll



Auf vielfachen Wunsch... die Fortsetzung von Christoffer:

Dank Doktor Sommerbergs Fehleinschätzung gelingt Serienmörder Christoffer die Flucht aus dem Gefängnis. Die Welt ist für ihn ein Schlachthaus. Mit unglaublicher Brutalität setzt er diesen Traum in die Realität um.
Gelingt es Doktor Sommerberg, ihn aufzuhalten oder lässt er sich auf ein gefährliches Katz- und Mauspiel ein?

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Christoffer


Man muss keine Emotionen spüren, um welche zu zeigen. Christoffers Seelenleben gleicht einem harten Block aus Eis, der von tiefen Furchen und Rissen durchzogen ist. Enttäuscht vom Leben entwirft er sein eigenes Wertesystem: er nimmt sich, was er braucht... und wehe dem, der sich ihm in den Weg stellt...
Christoffer ist der nette Nachbar von nebenan, ein freundlicher Arbeitskollege... und gnadenloser Serienmörder.

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Lügenkarussell


Wer zu oft vor der Routine flieht, wird eben diese finden. Spätestens, wenn die Flucht zur Routine wird. Saula hat diesen Punkt lange überschritten.
Einst hörte sie auf den Namen Paula. Hing in einer langweiligen Ehe fest, doch Langeweile besaß keinen Vorsatz. Einmal nur, hatte sie sich gesagt. Schön, wenn es dabei geblieben wäre.
Nun die ungewollte Schwangerschaft, und die Ungewissheit über den möglichen Kindsvater. Konnte sie die Scherben ihres Lebens wieder zu einem Stück zusammenfügen?

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Lass mich dein Raubtier sein


Kai und Anna sind die wahren Kinder der Talkshowgeneration. Gespuckt und getreten wird auch dann noch, wenn der Gegner am Boden liegt. Ihre Liebe ist ein Krieg, in dem jede Position ständig neu erobert werden muss.



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Zweitwesen


Wer bist du in einem zweiten Leben?

Hayden Wood bekommt ein Angebot, das er nicht abschlagen kann: Eine geheime Regierungsorganisation will ihn als Agenten in Second Life einschleusen. Doch die friedvolle Welt der Avatare entpuppt sich schnell als ein Netzwerk düsterer Machenschaften. Hayden gerät immer tiefer in einen Strudel aus Lügen, Verrat und illegalen Waffen-geschäften. Gelingt es ihm seine Mission erfolgreich zu Ende zu bringen, oder scheitert er auf hoher See?

Als Ebook oder Taschenbuch erhältlich.

Babylons letzter Wächter


Als ich erwachte, fand ich mich in einer sterilen weißen Zelle, ohne eine Erinnerung. Nachts durchschritt ich die Träume der Stadt auf der Suche nach mir selbst. Dabei stieß ich immer wieder auf Anhänger des Wächterkults. Was, wenn ein urbaner Mythos Wirklichkeit geworden war? Meine letzte Hoffnung war der Junge. Ich hatte ihn gerufen, damit er den Pfad der Erinnerung für mich abschreitet. Ob er mich aus meinem Gefängnis befreien konnte?

Ein beklemmender Roman über theokratische Diktaturen und die Verantwortung des Einzelnen.

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Meat Me


Claudio kennt die schönen Lügen der feinen Gesellschaft, denn er ist selbst eine von ihnen. Er arbeitet für einen Begleitservice, der keine Wünsche offen lässt. Als immer mehr und mehr seiner Kundinnen tot aufgefunden werden, offenbart sich das Herz eines Automaten. Seine Existenz ist bedroht. Wer steckt hinter den Morden? Ist es seine Chefin Marla, die mehr für ihn empfindet, als sie zugeben will? Ist es Sarah, deren wahre Herkunft ein dunkles Geheimnis umrankt? Ist es Inspektor Neuss, dessen Ermittlungen von persönlichen Rachegelüsten geprägt sind? Oder jemand außerhalb dieses Personenkreises? Ein guter Rat unter Freunden: Vertrauen sie Niemandem in diesem Spiel.

Das Steinfeld


Als die Kinder die Steine verrücken, wissen sie nicht, welche Konsequenzen das haben könnte. Denn das Steinfeld birgt eine geheimnisvolle Kraft, die sie unwissentlich erweckt haben. Karlheinz fürchtet sich davor, denselben Fehler wieder zu begehen wie damals. Als Onulf der Hohepriester das kleine Dorf Argenau schon einmal um Fingersbreite vor einer Katastrophe bewahrt hatte. Die Linien brechen auf und die Zeiten verschwimmen. Kann er sich noch rechtzeitig erinnern, wie sie damals den Dämon bezwungen haben?

Racheblitz


Aufgewachsen in einer Atmosphäre aus latentem Hass entwickelt ein Forscher eine intelligente Gewitterwolke, um Vergeltung zu üben an einer ganzen Stadt. Flugzeuge fallen urplötzlich vom Himmel, Hagelkörner prasseln auf die panisch rennenden Menschen herab. Wer jetzt noch lebt, muss sich vor den Protonenblitzen aus Dr. Haslachs Köcher in Acht nehmen...

Verzweifelt sucht Erik unter den Flüchtenden seine schizophrene Freundin. Wird er sie in den sterbenden Gassen finden? Und welchen Namen wird sie tragen?

Als Taschenbuch und Ebook im Handel erhältlich...


Scher den Bär- eine kleine Anthologie sexueller Desaster


Wo bei anderen Büchern der Humor selten unter die Gürtellinie geht, fängt er hier erst an! Lassen Sie sich durch ein Panoptikum verborgener Wünsche führen, die öffentlicher ausgetragen werden, als es uns den meisten lieb ist. Warum nicht mit Siebzig ein paar neue Sommertitten für die Badesaison? Baronin Pippi von Schlönz muss sich etwas einfallen lassen, wenn sie sie ihre schwerste Konkurrentin ausstechen will. Denn diese hat sich schon Unterstützung bei Doktor Alfred Stielmann geholt. Wenn er nicht gerade perverse Dokumentationen auf DMAX präsentiert, beschäftigt er schon mal Ferdi die Filzlaus in seinem Flohzirkus. Ferdi hatte in letzter Zeit kein glückliches Händchen. Eine Menschenhaarallergie machte eine Umschulung nötig. Vielleicht reizt es Sie auch, ein Gruppentreffen der anonymen Exhibitionisten zu besuchen. Oder Sie würden gerne wissen, was ein abgehalfterter Werbestar wie Arschfried Lundgren heute so treibt.

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Wer kotzt der putzt


Es gibt ein paar Protagonisten, die mehrere Geschichten füllen. Der Graf von und zu Trunksucht feiert seine exzessiven Feste. Der Drecksack vögelt alles, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Wenn es sein muß, sogar den Baum. Seine bevorzugten Objekte der Begierde sind und bleiben jedoch Schafe. Huschi der Haschischhampel entführt den Leser in andere Bewußtseinsebenen. Die Zeitschrift Samt & Sonders führt Gespräche mit aktuellen Zeitgestalten wie einer Bockwurst oder einer Fußmatte.

Wunschmünzen


Mach schon, äußere deinen Wunsch. Dann gehöret deine Seele mir. Wie töricht und unbedacht die Menschen ihre Wünsche doch äußern. Keiner von ihnen bekommt, was er will, ein jeder nur das, was er verdienet. So wenig, wie er vor sich selber fliehen kann, vermag er mir zu entkommen.
Auch du, werter Hendrik. Schwach warst du und eitel. Dies soll deine Sünde sein. Wolltest der Armut Trutzingens entkommen, als wärest du zu Besserem bestimmt. Stiegst auf zum Ritter der Ehrenlegion. Ich blieb der dunkle Funken in deinem Gehirn, der dich stets an dir selbst zweifeln ließ. Und als ein Bote dich in die Heimat berief, habe ich deine Furcht gekostet wie süßen Wein. Auch der Druide wird dir nicht helfen können im Kampf gegen mich. Denn tief im Innern steckest du voll unerfüllter Wünsche. Und ein jeder bringet dich deinem Untergange näher.

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Logbuch eines Psychonauten


Es beginnt langsam, fast harmlos mit den ersten paar Bier zuviel. Dann immer schneller, sich überschlagend, bis der Griff zur nächsthärteren Droge immer wahlloser erfolgt. Schwärzeste Rinnsteinabgründe lösen lichtdurchflutete Wahnparadiese ab. Auf den Exzess folgt der Absturz mit hartem Aufprall.



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Herzglut


Ein junger Mann liebt zum ersten Mal. Er pfeift auf den Altersunterschied und das Getuschel der Leute. Doch sie trennen mehr als nur ein paar Jahre...

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Automatenliebe



Verschiedene Betten mit der gleichen destruktiven Logik. Taxifahrten, leidenschaftlicher Sex & gebrochene Herzen. Dabei erfahren beide Geschlechter im Laufe der Texte eine Wandlung. Aus der kalten Berechnung des Mannes wird die Sehnsucht nach echter Liebe. Die Frau verliert ihre romantischen Illusionen, spielt fortan mit ihrer Beute & benutzt sie.



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