Mittwoch, 21. Dezember 2011

Massenunterhaltung


Die Haare mit dem Lineal gescheitelt. Das Kinn so blankrasiert wie ein Babyhintern. Ein fester Krawattenknoten, die Schlinge zieht sich enger. So ist es brav. Was ist denn so schlimm am Mainstream?

Es allen rechtmachen zu wollen, zieht gravierende Abstriche nach sich. Übrig bleibt der kleinste gemeinsame Nenner. Ein Gedicht, das weder wehtut, noch die Stimmung hebt. Verwundert betrachten wir den Blindgänger, der uns nicht um die Ohren fliegt. Der uns einfach nicht zum Nachdenken bewegen will. Warum klappt es nicht?

Die Medizin gegen solch seichte Allerweltsliteratur liefern die Gedichte von Dirty Dichter. Stets unangepasst, stets gegen den Strom, stets dem eigenen Leuchtturmsignal folgend. Ich will es nicht allen recht machen. Lieber ein paar Menschen mit meinen deutlichen Worten vergrault. Bitteschön, da ist die Tür. Ich halte euch nicht auf.

So. Wir sind wieder unter uns. Wo die Worte auf fruchtbaren Boden fallen. Wo war ich stehengeblieben?

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