Dienstag, 14. Februar 2012

Ausserparlamentarische Opposition


Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich habe nichts gegen unsere gegenwärtige Regierung. Ich glaube nur nicht, dass ein Austausch der Marionetten das Gefühl ändern würde, verraten und verkauft zu werden. Da hatten es unsere Genossen in der DDR noch einfacher, bei ihnen gab es nur eine Blockpartei. Im freien Westen (der den sich den Osten einverleibte wie ein Kanibale ohne Salz und Besteck), war man schon immer schlauer gewesen. Indem man den Block in ein paar Parteien aufteilte, die mit wechselnder Rollenbesetzung das gleiche Theater spielen, erschuf man eine perfekte Illusion von Demokratie. Wir erleben Durchwinker und Egomanen, denen der persönliche Vorteil näher ist als der Bürger.

Wenn wir eines aus der Vergangenheit gelernt haben, dann dass sich Geschichte widerholt. Wenn die Opposition nicht mehr im Parlament stattfindet, dann verlagert sie sich auf die Strasse. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts hatte eine abgehobene Politkaste es erfolgreich geschafft, sich vom Volk zu lösen, das es laut Stimmzettel vertrat.

Die Strasse des 21. Jahrhunderts ist das Internet. Und es ist die verdammte Aufgabe der "Dichter und Denker", für die Deutschland nun einmal steht, sich zu erheben. Mit ihnen fängt es an. Wenn die Worte einmal gefallen sind, gibt es kein zurück mehr. Die Menschenmassen in den Gassen, die wütenden Transparente, das alles kommt später. Aber es ist nur eine logische Konsequenz des Weges, der eingeschlagen wurde. Alles was wir wollen, ist mehr Transparenz und echte Demokratie. Soziale Gerechtigkeit und die Freiheit, nicht jeden Toilettengang per Gesetz regeln zu müssen. 

Und mit Demokratie meine ich nicht die billigen Lügen des Propaganda-ministeriums!

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