Mittwoch, 22. Februar 2012

Duldsam


Zerrissen
zwischen der klatschenden Hand des Vaters
Gott der Allmächtige
Kreischen bis an den Rand des Trommelfells
einer Mutter
die ihre Arme schützend
immer nur um den eigenen Kopf legt
wie einen Zopf aus Verzweiflung
um nichts abzubekommen
von den Prügeln
die auf der Tageskarte stehen.

In den Scherbenresten
dumpf-brütender Wut
dem Schnarchen aus dem Türspalt des Schlafzimmers
schmiert er sich ein Pausenbrot
Gedanken an Flucht
wie der Alte so der Sohn
Probleme mit eiserner Faust zu durchschlagen.

Die Romantik der Bahnhofstrasse
Gleise
die in alle denkbaren Welten führen
doch wieder einmal
wird er duldsam
die andere Wange hinhalten
gebannt geschlossen
die Augen vor dem Schmerz.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen