Sonntag, 13. Mai 2012

Angola Prison


Man glaubt kaum
wie human die Ewigkeit sein kann
wenn man nicht selbst
hinter Mauern gelandet ist
die Jahre vor sich
dieser Berg
der weder durch Schuld
noch durch Leben abzutragen ist
selbst die Toten sind nicht frei
sie werden
hinter der Küche verscharrt
wie Hühnerknochen
die die armen Hunde
nicht fressen wollten.

Ausgebrochen
& auf der Flucht
resozialisiert auf eigene Faust
mit Frau und Kind
zurück ins Loch
einmal Mörder immer Mörder
so einer wie der
passt nicht in die Gesellschaft.

Gladiatorenkämpfe
zur Belustigung der Zivilbevölkerung
die ihre Waffen
am Eingang abgeben
die Saat
der nächsten Verbrecher
bereits gesät.

Die sich
alle Knochen brechen beim Rodeo
für einen kurzen Moment
des Glücks
wenn die Menge jubelt
als wären sie Helden
als gehörten sie dazu

und wären keine Zirkusbären
denen man einen Ring
durch die Nase trieb.

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