Montag, 13. August 2012

Christoffer III


Ich tauchte ins Wasser, tausend Nadelstiche auf meiner Haut. Wütend pochten zwei Herzen in meinen Schläfen. Spuckte ich Wasser, und nur noch ein Herz schlug in meiner Brust. Zog mich mit letzten Kräften am Ufer hoch. Christoffers Augen öffneten sich, und wieder einmal hatte er mich mitgrnommen.

Mein Fehler war, ihn unterschätzt zu haben. Glaubte die Maus ernsthaft, dem gerissenen alten Kater das Fell über die Ohren ziehen zu können? Ich habe deinen Tod geschrieben, du verfluchtes Aas! Warum willst du es nicht darauf beruhen lassen?

Er baute sich eine bürgerliche Existenz auf. Versteckte sich im System. Doch ich traute ihm nicht. Zu vertraut war mir diese Bestie geworden. Die Korrekturlesungen früherer Bände hatten meinen Magen arg strapaziert. Doch ich war machtlos. Würde ich seine Geschichte nicht zu Ende erzählen, wäre ich der Nächste auf seiner Todesliste. Vorher würde er nicht ruhen.

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