Dienstag, 11. September 2012

Berggipfel


Ich schrecke an deinen Gedanken
die ich schon ahne
bevor du sie aussprichst
doch eigentlich
bräuchten wir die Worte nicht.

Ich schrecke an deinen Gewohnheiten
die mir vertraut sind
als wären's
meine eigenen
und teilweise
habe ich deine
schlechten Angewohnheiten übernommen.

Wie ein Geschwulst
aus Tagen und Nächten
die so dicht
ineinander verwoben sind
dass es einen Schuhlöffel bräuchte
um uns
auseinanderzubringen.

Sieht so das Glück aus?

Aufzuwachen
Jahr für Jahr
an deiner Seite
und zu wissen
wie du deinen Kaffee möchtest?

Keuchend halte ich inne
schirme meine Augen
gegen die gleißende Sonne
und nehme die Bergspitze ins Visier.

Dort oben
werde ich tot sein
und wenn der Herrgott
mir ein paar ruhige Momente gönnt
erreichst du den Gipfel
vor mir.

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