Dienstag, 1. Januar 2013

Ich lese in deinem Gesicht


...wie in einem offenen Buch. Die Worte haben sich in die Haut eingegraben wie Druckerschwärze. Metamorphose abgeschlossen, ich bin ein Buch.

Letztes Jahr hat das Sterben der unbelehrbaren Dinosaurier begonnen, und ich habe keinen Grund zur Annahme, dass es sich dieses Jahr nicht fortsetzen würde. Große Tageszeitungen werden eingestampft, renommierte Monatsmagazine fahren rigiden Sparkurs, und auch Verlagshäuser werden zunehmend nervöser. Eine ganze Branche ist im Umbruch, und nicht jeder wird es überleben.

Warum soll ich eine Tageszeitung kaufen, wenn nur ein paar Artikel interessant sind? Warum bietet mir niemand Nachrichten einzeln im Appstore an? Ich wäre ja bereit, für Qualitätsjournalismus zu zahlen, wenn das Angebot kundenfreundlich zusammengeschnitten ist.

Warum sollte ein Autor von Verlagshaus zu Verlagshaus katzbuckeln, bloss um den Stapel seiner Formabsagen zu erhöhen? Wenn ich mir selbst eine Fanbase aufbauen kann, mit direkterem Kontakt, die Preise selbst festlegen kann, und auch eine höhere Gewinnbeteiligung einfahre? Glaubt mir, es ist ein gutes Gefühl, die Zügel selbst in der Hand zu haben.

Die Antworten für die Zukunft findet ihr im Netz.

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