Samstag, 30. November 2013

Faule Begierden


Leute, ich schlag drei Kreuze in die feuchte Erde, dass dieses Drecksbuch endlich fertig ist. Mit viel Leichensex. Und extraviel Mutter. Bah!


Als die Polizei die Wohnung aufbricht, finden sie einen völlig verstörten und verwahrlosten Neunjährigen. Daneben liegt der Leichnam seiner Mutter. Doch sie ahnen nicht, welch abscheuliche Szenen sich in der Vergangenheit abgespielt haben.

Wenn alle Tabus zerbrochen wurden. Reift das Verlangen nach kaltem Fleisch heran, wie eine faule Frucht.


Sowohl als Buch, als auch als Ebook.

Donnerstag, 28. November 2013

Sonntag, 24. November 2013

Das letzte Bindeglied der Evolution


Wollt ihr wohl meinen Schlitten ziehen, ihr lahmen Kröten? Nein? Dann zäume ich euch ins Zeug, dass ihr mit den Hufen ächzen werdet! Der König der Torheit hat zum Ball gerufen. Und da will ich bestimmt nicht die Kutsche sein, die der Herrgott in seiner liebenswerten Einfältigkeit zum Bock bestimmt hat! Oder mich in einen Kürbis verwandeln gar, der nur aus Kernen besteht.

Eine Prinzessin will ich sein. Solange es dinglich ist, um an ein Schosshündchen zu kommen. Ich erinnere mich noch, als wären mir gestern die Schuppen aus den Haaren gefallen. Und Fickloch der Hund an meiner Brustkette gehangen. Das muss im Jahr des Herrn anno Drecksack gewesen sein. Der Drecksack in Sodom und Gommorha.

Freitag, 22. November 2013

Stühlerücken


Schaben Schlurfen Schieben
oben hat es wieder begonnen
das große Stühlerücken
die Reise nach Jerusalem
mal sehen
wer übrig bleibt
meine Hand zittert
oder die
von einem Fremden
trotz ergiebiger Selbstgespräche
haben wir
keinen Konsens gefunden
sind gescheitert
an der Koalitionsfrage.

Schlaflos
zuckend
hilflos

zähle ich die Stimmen
bis es Morgen wird.

Montag, 18. November 2013

JFK


Wie das wohl ist
wenn dein Wagen
in die Elm Street einbiegt
und dein Gesicht
dutzendfach schimmert
in den Prismenaugen
der Zielfernrohre
Scharfschützen auf den Dächern.

Ob du
Zapruder zugewinkt hast
wie jedem stolzen Amerikaner
der am Wegesrand stand
mit Wimpeln & mit Popcorn.

Wie es wohl ist
wenn dein Hirn
in groben Brocken
auf dem Heck landet
und deine Frau
kreischend
die Reste einzusammeln versucht
wie eine gute Hausfrau
oder was sie sonst so
für die Journalisten spielte.

An was du wohl gedacht hast
in diesen Sekunden
an die Nation
an Jacky
oder doch nur die drallen Titten
dieser Blondine
die dir ein Ständchen
zum Geburtstag sang.

Auch die ist weg
in einer Woge aus Kotze
und Tabletten
und Einsamkeit.

Der Traum ist aus
in fernen Ländern sterben Menschen
und auch du
konntest dich nicht
gegen die Waffenlobby stellen
ihr den Reibach versauen.

Hier in Texas
regeln wir die Dinge
auf unsere Weise.

Der Hütchenspieler


Heute bin ich
zu viele
also such dir einen aus:

Stehe ich links neben mir
oder
stehe ich rechts neben mir?

Den in der Mitte
brauchste nicht fragen
der hört dir
eh nicht zu.

Samstag, 16. November 2013

Der Jäger aus Kurpfalz


Servus, Pfuerti und Grüssgott! Ja was haben sie denn in meinem Wald verloren? Also ich habe meinen treuen Hund Hasso verloren. Wenn sie ihn irgendwo entdeckt haben, sagen sie mir Bescheid. Dann knall ich das Mistvieh ab. Vielleicht dort im Unterholz? Mir war so, als hätte ich ein Winseln gehört...

Das ganze Jahr über habe ich friedlich an meinem Schreibtisch gesessen. Aber in der Jagsaison kenn i koa Gnaden net. Überm Haus kreiseln's die Helikopter und sie hom mi umzingelt. I kenn ka Ausweg net. Drauf geschossen!

Dienstag, 12. November 2013

Ahnengeister


Bin es Leid
taub zu sein
gegen die Welt
bin es Leid
das Leben vorbeirauschen zu sehen
wenn das Laufband
nicht mehr hält
und ich selbst
noch jedes Mass verloren habe.

Hilft ja nix
zieht weiter
dengelt an mir vorbei
taube Hände
die nichts halten können.

Es wummert die Maschine
es wummert das Blut
in meinen Ohren
so salzig
ich lade nach
die Hand am Steuerrrad, zitternd.

Dynastien ziehen vorbei
Grossvater
der mit vierzig
den Arsch hoch machte.

Ich wummere zurück
während er
nicht dagegen ankämpfte.

Freitag, 8. November 2013

Ich bin Sterndunst, ich bin golden


Wenn du lange genug wach bleibst, kannst du Farben sehen. Werde eins mit Mutter Erde und Vater Baum. Ziehe die Blumenkinder groß, und gib ihnen reichlich Nektar von deinem tropfenden Stachel.

Jimmie würde sagen: Wir brauchen große, goldene Kopulierungen. Als ob man die Farben einfach  wegficken könnte, die das Hirn so ausspuckt. Jungs und Mâdels, liebe Blumen und Bienen, ich brauche mehr Schlaf. Beischlaf wäre auch schön, aber momentan erreicht mich die Bettschwere wie eine überreife Frucht.

Auch Hippies brauchen Schlaf.

Montag, 4. November 2013

Schriftsteller


Die Abende
wo du in der Küche sitzt
und am zocken bist
um dir
die Zeit zu vertreiben

während ich
neue Welten erschaffe
die Worte
in meine Schreibmaschine haue
wie ein Garnknäuel
welches ich
zu entwirren versuche
Satz um Satz

manchmal
hätte ich dich
öfter in den Arm nehmen sollen
bei dir bleiben
weil du
mein Rückgrat bist.