Freitag, 28. Februar 2014

Die Schlamp'n kost ja nix!


vom 28.02-02.03.13 bekommt ihr einen tiefenpsycho-logischen Luderroman für lau auf den Kindle

Intellektueller Anspruch und niedere Instinkte treffen in Paulas Geschichte zusammen. Wird sie aus ihren Sünden lernen?

Mittwoch, 26. Februar 2014

Wenn die Filzlaus zweimal juckt


Ferdi die Filzlaus hat seine Freunde im Gepäck!

Hilf Erzkardinal Richard Geilfuß auf der Suche nach dem geheimnis-vollen Volk der Amazonen. Besuche Transwittchen bei den sieben Pimmelzwergen. Wette mit Doktor Alfred Stielmann beim Duell der Geschlechtskrankheiten, und triff seinen alten Duzfreund Klöten-Klaus. Blättere in der Stiftung Blondinentest, und lass dich von einem sexistischen Puppentheater unterhalten.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann kratzen sie sich noch heute... 

Mit diesem Band setze ich den letzten Meilenstein in der Reihe der lustigen Kurzgeschichtenbände. Sollte ich noch einmal Comedy schreiben, dann als Roman. Das Filzlausbuch ist vetrautes Gewässer. Der Stoff, den meine Fans kennen und lieben. Wie gewohnt als Buch und Ebook.

Viel Spass beim Lesen, Folks.

Samstag, 22. Februar 2014

Henker


Wie weit mag ein Mensch gehen?

Ich würde bestimmt
einen guten Henker abgeben
ich habe gelernt
mit jedem Menschen
locker zu reden
freundlich die Hand zu schütteln
zum Abschied
und mein Leben
ist nicht ärmer
noch reicher
nachdem wir uns
Lebewohl sagen.

Ich wäre der freundliche Henker
der immer
ein offenes Ohr hat
für die Gefangenen
ihnen über die Köpfe streichen
zärtlich
und bar jeder Menschlichkeit.

Mein Gesicht
ist das Letzte
woran sie sich erinnern
sie halten mich für einen Mensch
für mich sind sie
nur Vieh
auf der Schlachtbank.

Ich wünsche dir
eine gute Nacht
und stecke dir
meine Zunge in den Hals.

Donnerstag, 20. Februar 2014

König der Torheit


Die fünfte Jahreszeit ist angebrochen, und mir wächst der dritte Daumen aus dem Hosenstall. Zum Glück nicht inwendig, sonst müsste ich die Eier kratzen, um mir Gehör zu verschaffen!

Soeben komme ich von einem Erkundungsgang über die Nordmauer. Da hat mir der Waffenmeister doch glatt die Burgzinnen durch Nippelquasten ersetzt. Sieht gar nicht mal so übel aus. Aber Frottee wäre mir lieber gewesen...

Zu Vorsicht sei geraten. Hinter den Hecken stecken Hecken. Bäume schlagen aus, völlig unerwartet. Die Holzfäller wehren sich, so gut sie können, die Hände in Boxfäustlinge gesteckt. Da möchte ich gerne Ringrichter sein, um diesem Schauspiele beizuwohnen!

Sonntag, 16. Februar 2014

Filmkuss


Es erstaunt mich
wie jemand
einen Kuss spielen kann

Szene um Szene

es einen
leer lässt
nur eine hohle Geste
aus dem Drehbuch
während die Kamera draufhält.

Ein paar Lippen
rotgemalt und glänzend
wie eine Fotze
im Kleinen.

Intimer als ein paar Strassenköter
die sich paaren
im Hinterhof.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Der Nachtwächter


Gleich ist Zapfenstreich. Woher ich das weiß? Der Nachtwächter brüllt es durch die Gassen. Naja, der Schreihals wird schon wissen, was richtig für mich ist. Also streichle ich meinen Zapfen, bis das Licht ausgeht!

Alles schläft, einsam wacht. Ein Mensch über seinen Papieren, wie um eine Flucht zu planen. Raus aus den dreckigen Wirren des Alltags, hinein in die bunte Zauberwelt der Geschichten. Piekst mich, ob ich noch lebe. Wenn Tinte sprudelt, so geht es mir gut.

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Informationen veralten im gleichen Moment, wo sie gelesen werden. Wie willst du ein aktueller Mensch sein?

Bei den Verlagen gehen die Lichter aus. Alte Herren wollen dieses neumodische Buch machen, der Enkel sagte kürzlich Ebook oder so. Macht mal was, genau. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, stirbt aus. So wie ein Kutscher, der nie einen Führerschein machen wollte. Weil der Mist mit dem Auto sich in ein paar Jahren erledigen würde. Die Kutscher sind weg, die Autos geblieben. Immer schön am Ball bleiben, Leute!

Montag, 10. Februar 2014

Fool's gold


You don't have to
impress me

there are no diamonds
or gold in your heart
only bling-bling

a liar's face
leaning on my cold shoulder.

You'll only have to be
a whore
to satisfy me.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Ukraine


Ich erinnere mich
wie Hitler
die Tschechoslowakei zerschlug
und sich den Kuchen einverleibte
zusammen
mit Stalin.

Heute brauchen wir
keinen Krieg mehr.

Ein Land wird zerrieben
zwischen Lobbyisten und Bankstern
Europa lockt
mit Hilfeskrediten
und dem Kettenhemd des IWF.

Russland lockt
mit Putins Privatschatulle
Panzern auf Abruf
und den Spenden der Oligarchen
ein Land zu knechten
in den Schuldendienst.

Das Volk wird
zwischen diesen beiden Polen
getrieben
wie eine Hammelherde
Blut fliesst auf den Barrikaden
ohne dass nur einer ahnt
wofür
er gestorben ist.

Ich schreibe diese Zeilen
am Vorabend der Revolution
ich hoffe für das Volk.

Mittwoch, 5. Februar 2014

Kneipenjesus


Der Erzengel hat seine Trompete geblasen, und Sandy schüttet seine sieben Schalen des Zorns aus. Eine davon ist für mich reserviert. 

Am Ende einer dunklen Gasse traf ich dich, in Lumpen gehüllt. Meine Nase schmerzte, schwarz und geschwollen. Herberge eines Wespenschwarms, dutzende Stachel in mein Fleisch gekrallt. Bereit, jederzeit zuzuschlagen. Opfer einer Kneipernschlägerei, das Haupt in Bier gesalbt. Ich hatte genug von der Welt. Mein Kopf ging unter Wasser, ich schluckte die Brake eines alten Tümpels. Leider hatte die Welt nicht genug von mir. Ich wurde dazu verdammt, spuckend und hustend wieder zu mir zu kommen. Ich hasste diese Welt. Sie hatte mich ausgespuckt wie einen Kaugummi, und mir das Blut aus den Adern gesaugt.

Mein Auge schwoll an, wie ein Komet. Ging durch die Sterne, wie eine verspätet abgefeuerte Silvesterrakete. Ein Himmel, der voller Geigen hing. Und mir fehlte der Notenschlüssel, um mich in dieser neuen Welt zurecht zu finden.

Mein Grab ist noch nicht geschaufelt. Ich sehe die Laufburschen Schaufeln suchen. Sie haben es auf meinen Leib abgesehen. Sollen sie doch, ich habe nicht mehr zu verlieren. Als mein Leben.

Dienstag, 4. Februar 2014

Puck die Stubenfliege


Erst stube ich, dann fliege ich, und hinterher Geschlechtsverkehr. Das ganze Leben an einem Tag, da muss man sich ranhalten. Mimimimi, Summübungen. Fühler putzen, Flügeschlag. Auf ins Getöse.

Leider habe ich keinen Rüssel. Ergebnis einer fehlgeschlagenen Mutation vom Mensch zur Fliege. Ich hoffe auf den Tag, wo der Herr Professor mich wieder normal macht. So wie alle anderen Stubenfliegen auch. Zumindest versprochen hat er's mir. Und dann irre gekichert.

So züngle ich, um an Nahrung zu geraten. Nektar her, oder ich summe! Und keine freundliche Melodie, das kann ich dir sagen.