Sonntag, 31. August 2014

Freitag, 29. August 2014

Mittwoch, 27. August 2014

Ein Bett im Kornfeld


Gnädigste, zieren sie sich nicht! Koketterie steht ihnen schlecht zu Gesicht. Das haben sie wohl von der Höheren-Töchter-Schule, nicht wahr? Wo man euch dummen Kühen Sittsamkeit predigt und Hauswirtschaft.
 
Mein Dreschflegel steht bereit, ich habe ihn eigenhändig poliert. Und nun ist Erntesaison. Mein Onkel Jürgen, Kommerzienrat mit Dividende a.D. erzählte mir von diesem lauschigen Plätzchen zwischen den Weizenstängeln. Und nun hopp, das Vaterland braucht Soldaten!

Montag, 25. August 2014

Steckt euch euren Krieg in den Arsch!

https://www.flickr.com/photos/pagedooley/1804080776
Stell dir vor
es ist Krieg
und keiner hat Bock.

Die Soldaten
sitzen auf dem Rasen
spielen Karten
und trinken Bier.

Horst knipst die Wochenschau weg
oder was die Öffentlich-Rechtlichen
uns sonst
an Propaganda verkaufen wollen.

In Washington
sitzt ein alter Raufbold
der seine Vasallen am liebsten
in den Krieg gegen Russland schicken möchte
selber will er sich
die Pfoten
nicht schmutzig machen.

In wessen Nachbars Garten
sterben Menschen?

Die Eliten haben Angst
vor dem Zusammenbruch des Vertrauens
ihres billig gedruckten Papiers
der rauchenden Notenpresse
und vor dem Volk.

Donnerstag, 21. August 2014

Kaltfleisch Sammelband

 
Wie auch schon beim Serienmörder, folgt am Ende der Serie ein Sammelband. Die Gesamtausgabe von Kaltfleisch enthält:
 
Band I: Faule Begierden
Band II: Vergorene Liebe
Band III: Knackige Knochen
Band IV: Sinnliche Särge
 
Erhältlich als Taschenbuch bei Amazon. Und als Ebook bei Amazon sowie in allen gängigen Shops.

Dienstag, 19. August 2014

Ureinwohner


Vor Jahren hat uns der weiße Mann das Land weggenommen. Als Reservat ließ er uns den Stadtpark, wo wir uns von Altglas, Hundekot und Bonbonpapieren ernähren. Dabei blickt der Stamm der Verrückten auf eine lange Tradition des Irrsinns zurück.

Von Generation zu Generation haben wir unsere Brauchtümer und Riten weitergegeben. Als Mannbarkeitsritual unseren Jünglingen den Trichter auf den Kopf gesetzt, und sie in den buntesten Farben angemalt.

Ich blase das Traumrohr, um die vertriebenen Stämme zu versammeln. Unter den Linden wirst du uns finden!

Sonntag, 17. August 2014

Aus kostenlos wird 99 Cent

https://www.flickr.com/photos/rheinitz/8540168723
In Zukunft werden die Kostenlos-Aktionen von preisreduzierten Aktionen abgelöst. Dafür gibt es handfeste Gründe, über die ich mit euch reden muss.

Um ein Buch über Amazon kostenlos anzubieten, muss es ins KDP Select Programm. Aufgrund der Exklusivbindung darf es dann in keinem anderen Shop erhältlich sein. Was mit dem Vorlauf der Werbeplanung bedeutet, dass ein Titel dann für satte 4 Monate nicht mehr für Tolino erhältlich ist!

Im Interesse meiner Fans habe ich mich daher für 99-Cent als neues Werbemittel entschieden. Aufgrund der Buchpreisbindung muss ich das Buch auch aus den anderen Shops rausnehmen, aber dann betrifft es nur einen Zeitraum von 4-6 Wochen!

Danke für euer Verständnis.

Mittwoch, 13. August 2014

Das Klackern des armen Mannes

https://www.flickr.com/photos/usaghumphreys/7194428342
Wenn der Sommer kommt
dann stehen sie wieder
in der Einfahrt
schmirgeln und schleifen
schütteln die Dose
und ihre Schrottmühle
glänzen zu lassen
wie die Nobelkarossen
der Firmenbosse.

Im gepflegten Feinripp
und geplätteter Stirn
versuchen sie
zu retten
was zu retten ist
verdecken Unfallnarben
und den schleichenden Verfall
wohl wissend
dass sie sich
kein neues Auto
leisten können
es reicht gerade so
eine Familie zu ernähren
große Sprünge
sind da nicht drin.

Die Reichen trinken Prosecco
im Autosalon
und lassen sich
die neusten Modelle vorführen.

Montag, 11. August 2014

CSD im Ländle


Zum ersten Mal gab es in Schwenningen einen CSD, da durfte der Dirty Dichter natürlich nicht fehlen. Im Grunde genommen war es ein Volksfest für Jung und alt im Park. So wie immer, wenn die Vereine feiern. Aber mit Dragqueens.
 
Zeit, meine neue Sonnenbrille einzuweihen und mir Schlager und Hefeweizen reinzuziehen. Oder die Villinger Schalmeien, die YMCA tröteten.
 
Die Welt ist bunt, und Klischees waren gestern. Schon seit dem ersten Blogposting steht der Dirty Dichter für Freiheit in den Köpfen ein. Und man darf auch brutale und widerwärtige Horrorbücher schreiben, ohne zwingend Hetero zu sein.
 
Also trinkt mal schön euren Prosecco, und nachher gehen wir zum Wettrülpsen. Auch wenn es so gar nicht damenhaft ist.

Samstag, 9. August 2014

Ausschnitt aus "Kaltfleisch IV - Sinnliche Särge"

https://www.flickr.com/photos/kwl/4459561466
Während Asperger beim Asiaimbiss das Essen für die Nachtschicht holte, zeichnete Jens an der Laderampe einen neuen Lieferschein ab. Asperger würde sich aktuell mit der Vielzahl an Gerichten auf der Leuchttafel über dem Tresen abmühen. Deren offensichtliche Rechtschreibfehler wie ein geheimnisvoller Glühkäfer Tag und Nacht leuchteten. Zögern, ob er lieber Mu Shi Lek mit Reis und Fisch, oder doch Schweinefleisch Süß-sauer nehmen sollte. Leichte Kost für harte Jungs. Am Ende würde er sich für Schweinefleisch entscheiden. Weil die süß-saure Sauce ihn an die Gärungsprozesse im Inneren ihrer Kunden erinnerte. Und weil es zu Dreckschweinen wie ihnen passte.
„Wir haben eine neue Lieferung bekommen. Der Amtsarzt hat sie gerade freigegeben.“
„Gab es Zweifel bei ihrer Todesursache?“
„Falscher Alarm sozusagen. Sie ist an ihrem eigenen Fett erstickt.“
„Also eine aus dem Spezialitätenkabinett.“
Grinsend führte Jens ihn nach hinten. Lüftete das Leichentuch wie ein schmutziges Geheimnis. Darunter lag ein Fleischberg mit aschblonden Korkenzieherlocken. Braune Schweinsäuglein zwinkerten ihnen lüstern zu. Die Sau wollte es mit jeder Speckfalte ihres Körpers. Man musste nur aufpassen, dass man die richtige erwischte. Aber war es denn so wichtig? Selbst in ihren Rettungsringen konnte man seinen Schwanz bis zum Anschlag versenken. Asperger hatte nichts gegen korpulente Frauen. Er liebte sie für ihre großen Brüste. Allerdings trug die Hausfrau auf der Bahre keine geblümte Kittelschürze, sondern eine Fettschürze, die wie ein Erdrutsch ins Tal gedonnert war. Man würde einen Suchtrupp schicken müssen, um ihre Fotze freizugraben. Bernhardiner, die sie an den Haaren aus dem Fett zogen. Vielleicht hätten sie sie einfach umdrehen sollen, und in den Arsch ficken. Aber Asperger hatte keinen Bock auf die braune Nummer. Und er war schon froh, dass Jens sie überhaupt auf den Tisch bekommen hatten. Da mussten die Dumpfmuffen des Amtsarztes ihre Finger mit im Spiel gehabt haben.
„Alter, das nenne ich mal einen dicken Brummer.“
„Halt die Klappe und hilf mir lieber.“
„Gerne, wobei?“
„Du musst ihren Bauch halten, während ich sie ficke.“
Fassungslos starrte Asperger ihn an. Dann brach er in hysterisches Gelächter aus. Jens beruhigte ihn mit einer präzise platzierten Ohrfeige.
„Au!“
„Ich möchte, dass du deine Aufgabe ernst nimmst. Wenn du abrutscht, kann mir das Biest die Eier zerquetschen.“
„Und was habe ich davon?“
„Du bekommst die Stute nach mir. Frisch eingeritten sind sie weniger störrisch.“
„Brüderlich geteilt?“
„Mit Mutters Erlaubnis.“
Was Jens von ihm verlangte, klang leicht. Doch ihre Fettschürze war unnachgiebig wie erstarrte Lava. Mit gezielten Faustschlägen modellierte er die talgige Masse. Wenn er mit der Kerze fertig war, konnte Jens seinen Docht ansetzen. Und Markus später auch. Grinsend drückte er den Berg nach oben. Kellerasseln rannten davon, vom Licht geblendet. Darunter kam ein rotblondes Büschel zu Tage. Und ihre zarte Blume, die ein intensives Bouquet verströmte. Wie lange mochte dieser anmutige Grubenschacht ein Schattendasein geführt haben?
„Feiern wir die Freilegung der Bärenhöhle mit einem Spatenstich.“
Selten waren die beiden sich näher als in diesem Moment. Ein schierer Akt der Notwendigkeit, echte Ritter kreuzten nicht die Schwerter. Markus standen die Schweißperlen auf der Stirn. Offensichtlich war es anstrengender, ihr den Wanst zu halten. Als sie zu pimpern. Jens wirkte so cool und lässig wie immer. Nur anhand seiner Augen, die wie zwei milchige Murmeln auf Reisen gingen. Ahnte man, dass im roten Plüsch seines Kopfkinos der Projektor ratterte. Asperger wollte gar nicht wissen, woran sein Freund dachte. Wahrscheinlich an Mutter. Ihm selbst genügten die tiefen Abgründe seiner eigenen Fantasien.
„Verdammte Scheiße!“
Plötzlich platzte ihre Bauchdecke auf. Gedärme glitten Markus durch die Finger, und rutschten zu Boden. Der Fußboden hatte sich in eine unkontrollierbare Schlangengrube verwandelt. Ihre Darmschlingen zuckten wild durcheinander wie Starkstromkabel. Trat man auf das falsche Ende, platzte die Wurstpelle, und ein Gemisch aus Gasen und längst verdauten Essensresten drückte heraus. Spritzte. Kleckste. Jens geriet in ihren glitschigen Überresten ins Straucheln, und riss Asperger mit zu Boden. Es war eine gehörige Schweinerei.

*

Stundenlang putzten und wienerten sie die Kühlhalle, bis es wieder einigermaßen annehmbar aussah. Sie hatten mit vielem gerechnet, aber nicht damit. Der Raum stank wie das alte Pissoir am Bemmelsbacher Bahnhof, wo sich Stricher und Drogensüchtige die Klinke gaben. Alte Scheiße, die in den Mörtelfugen getrocknet war. Wenn das Landleben vor die Hunde ging, wie sollte es dann erst in der Stadt aussehen? Asperger, der trotz seiner sonderbaren Neigungen zu einer allzu empfindlichen Nase neigte, hatte die Klimaanlage angestellt. Sanft wurde der körnige Geruch in die Lüftungsschlitze gezogen. Durch Filter gejagt, und als frische Luft in den Himmel geblasen. Ein Bestattungsinstitut musste sich an strenge Umweltauflagen halten. Ihren Bauch hatte Jens mit grobem Garn wieder zugenäht. Da kamen ihm seine Erfahrungen in der Bastelgruppe des Hospiz zugute.
„Jetzt bin ich dran.“
„Spinnst du? Ich bin froh, wenn sie es ohne weitere Zwischenfälle bis zur Beerdigung schafft. Ihre Fotze hält keinen weiteren Ritt aus. Es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen. Aber das Pony bleibt im Stall.“
„Ich könnte sie in den Hals poppen.“
„Das ist natürlich ein Argument.“
Jens hielt sie fest, als sein Kumpel tief in ihren Hals eindrang. Die Matrone trotzte den Stößen, wie ein Segelschiff im Wind. Doch er würde das Steuerrad nicht loslassen, bei seiner schwarzen Seele! Eine übelriechende Flüssigkeit sickerte durch seine Finger. Doch der Bauch hielt. Sie hatten ganze Arbeit geleistet.
„Meinst du, das hält bis zur Beerdigung?“
„Wen kümmert es? Wir ziehen ihr ein Korsett an, zur Sicherheit. So können wir sie auch mit offener Kiste in die Besuchsräume stellen. Ihr Mann hat mir einen Kittel dagelassen, den sie zu Lebzeiten getragen hatte. Was darunter passiert, wird keinen interessieren. Und selbst wenn: Wer ohne Sünde ist, der greife als erstes in den Sarg.“
Jens holte aus seinem Geheimversteck in der Kühlkammer einen Whiskey, den er sich für besondere Gelegenheiten aufsparte. Er servierte ihn mit Eis aus den Kühlrippen des Leichenschranks. Er würde ihn bald abtauen müssen.
 
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Donnerstag, 7. August 2014

Dienstag, 5. August 2014

Sinnliche Särge

 
 
Manche sehen in Särgen nur ein paar einfache Holzkisten. Für Leichenschänder Jens sind sie Erotik pur! Zitternd greift er in die Kiste, seine Hand fährt durch kühle Seide. Ob er Mutter dieses Mal findet?
 
 
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Sonntag, 3. August 2014

Louis de Funes


Ja! Nein! Oh! Ist er's denn wirklich? Frau Wirtin, bringen sie mir eine Käseplatte und Brot. Dazu einen trockenen Landwein. Die Feldarbeit macht durstig.

Wo ist denn der Bucklige? Pflückt er Kohl für die Suppe? Oder furzt er ein paar Außerirdische vom Himmel? Na egal, Hauptsache der Wein mundet. Besser als der Fraß von Monsieur le Tricatel. Der soll seine Plastikhendl selber fressen!