Donnerstag, 31. Dezember 2015

Sprich mit der Hand

https://www.flickr.com/photos/11089605@N08/1551306241/
Gib es doch
einfach zu
du warst die ewige Wichserei leid
nur deswegen
suchtest du eine Freundin.

Und das war kein leichtes Unterfangen
du hast gebaggert
dich zum Affen gemacht
für den Hauch einer Aufmerksamkeit
um dich abzuheben
von der Konkurrenz
die schon mit
den Hufen scharrte am Fenster
um hineinzukommen
in das gemachte Bett.

Dann endlich die süße Belohnung
stundenlang
in allen Stellungen
tagein tagaus
bis aus deinem Schwanz
nur noch heiße Luft kommt
aber du bist glücklich.

Endlich geht ihr miteinander
sie bringt ihre Zahnbürste mit
und bevor du
nach deiner Freiheit fragst
ist sie auch schon weg
ihr lächelt doof
und sucht gemeinsam Möbel aus
sie die Deko
und du hältst dein Maul
lässt ihr ihren Willen
weil du von Dekoration
keinen blassen Schimmer hast.

Du baust das neue Bett zusammen
voller Vorfreude
während sie
Teelichter positioniert
und Bilder aufhängt
aus den Zeiten
wo ihr geil aufenander wart
und nicht von lassen konntet
bis alles wund war.

Du ahnst nicht
dass du eine Reliquie aufbaust
ein Memorium.

Sie wird müde sein
sie wird Kopfschmerzen haben
sie wird dich entmannen
und dir die Rolle
des Verführers nehmen
sie wird dich warten lassen
bis dir vor Wut
der Kragen platzt
und von Lust keine Rede mehr sein kann
nur von Rache
du fiedelst sie durch
bis sie am nächsten Tag
nicht mehr laufen kann.

Das ist der Moment
wo du deine Hände ansiehst
und du wieder
am Anfang stehst
wütender als zuvor
enttäuscht
vom Leben und von ihr.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Leseprobe aus "Christoffer V - Opferwald"


Christoffer ließ sich treiben. Schnüffelte in der Luft nach einem Hauch weiblichen Parfüms wie ein Hund. Blumig, spritzig, schwer. Ein bestimmter Frauentyp erschien ihm nicht wichtig. Hübsch musste sie sein. Und verfügbar. Sie musste allein unterwegs sein. Schwieriger noch: Kein Mensch durfte ihr Verschwinden merken, bevor Christoffer mit ihr fertig war. Wo also konnte er sie niederringen? Seine Gedanken rasten im gleichen Tempo, wie Blut in seinen Schwanz pumpte und er wieder hart wurde. Er dachte an buschige Vorgärten. An harmlos wirkende Parkstücke, verschwiegen im schwachen Licht der Laternen. An Hofeinfahrten mit defekten Bewegungsmeldern. Stundenlang irrte er durch die Gassen. Zweifelte an seiner spontanen Strategie. Längst hätte er in einer Kneipe sitzen können, und Süßholz raspeln, um ein dummes Luder gefügig zu machen. Wärmer wäre es dort allemal gewesen. Warum mussten ihn die Biester auch nur so geil machen?
„Ja klar, mache ich. Weißt du ob Wiebke auch kommt? Ach nö! Sag nicht dass sie jetzt mit Heiko zusammen ist. Der Typ ist voll der Macho.“
Sie konnte ihn nicht sehen, wie er an der Pappel lehnte. Ihre volle Aufmerksamkeit galt dem Smartphone in ihren Händen.
„Woher ich das habe? Das weiß doch jeder.“
Viel konnte er nicht von ihrem Gesicht erkennen. Eine blonde Lockenmähne blitzte unter einer mit kleinen Rentieren gemusterten Mütze hervor. Klein war sie und zerbrechlich wie ein Schulmädchen. Christoffer konnte nur schwer hoffe, keine Minderjährige abzuficken.
„Nein, ich habe nicht mit ihm geschlafen. Bloß weil ich-“
Den letzten Satz brachte sie nicht zu Ende. Da hatte Christoffer sie am Kragen gepackt und gegen die Wand geknallt, dass eine Delle in der Wärmeverbundplatte blieb. Putz bröselte zu Boden. Das Styropor half nicht nur dabei, Energie zu sparen. Auch wenn man Brustvieh dagegen schlug, dämpfte es den Knall im Inneren. Aus ihrem Hinterkopf sickerte dickflüssiges Blut. Nicht genug, ihre Augenlider flatterten.
„Frohe Weihnachten. Du bekommst die Rute.“
Christoffer zerrte sie zu Boden und knallte ihre Kopf auf den Asphalt. Der deutlich härter war im Vergleich zur gedämmten Wand. Ihr Smartphone flog zwei Meter weiter, das Display geteilt durch einen diagonalen Riss. Und immer noch sabbelte es aus diesem kleinen Kasten heraus. Unterhielten sich ihre Freunde mit ihr. Sie sprachen ins Leere ohne es zu ahnen. Ging es ums Reden, besaßen Mädchen endlose Energien. Das hörte erst auf, wenn man ihnen den Saft abdrehte. Dann aber endgültig.
„Jenny? Der Empfang wird schlechter. Komm aus dem Funkloch, kleines Mädchen.“
Das Handy zermalmte er unter seiner Stiefelsohle, bis es keinen Pieps mehr machte. Jennys Freunde konnten ihr nun auch nicht mehr helfen. Es fehlte noch, das eines dieser Biester sie per Geo-App ortete. Wobei... Christoffer war Manns genug, es mit mehreren Weibern gleichzeitig aufzunehmen. An Potenz und Willen mangelte es ihm nicht, im Gegenteil. Bloß die Zeit war nicht sein Freund. Bald schon würde man ihn entdecken. Zitternd und stammelnd mit dem Finger auf ihn zeigen wie eine schwärende Wunde am Gesäß der Menschheit. Die Fenster zuknallen und eine dreistellige Nummer wählen. Wenn er sich nicht sofort auf seine schmutzige Arbeit konzentrierte.
Im Schutz einer Hofeinfahrt machte er sich über sie her. Knopfjeans. Das blöde Aas trug Knopfjeans! Nichts hasste er mehr an einer Frau. Als dass ihre Kleidung sich der Schändung wie ein Bollwerk der Moral entgegen stellte. Wütend riss er das Kleidungsstück entzwei. Christoffer war erleichtert: Sie trug Schamhaare. Keine Ahnung wie alt genau sie war. Fragen konnte er sie nicht mehr. Aber wenigstens war ihr Kätzchen flauschig. Er streichelte sie. Nun gehörte das kleine Tier ihm ganz allein. Welche Stellung gebührte einer Toten? Er war zu gierig gewesen. Christoffer hatte ihre kostbare Lebenszeit sinnlos verschwendet. Die er genussvoll mit abwechslungsreicher Folter hätte füllen können. Er zog ihren schlaffen Körper hoch und lehnte ihren Kopf gegen die Hauswand wie eine Buchstütze. Köpfchen unters Wasser, Pfläumlein in die Höh! Sie hätte nicht hübsch zu sein brauchen. Ihr Gesicht schleifte am Boden wie das blaue Ende eines Radiergummis. Das rote Striemen am Boden machte. An ihre Lippen kam er in dieser Stellung schwer heran. Am Ende biss er ihr die Fotze aus. Schmeckte seinen eigenen Saft, salzig wie eine Auster. Das Fleisch war warm und fest wie bei einer Legehenne. Nicht ausgeleiert wie bei einem alten Muttchen. Nur widerwillig löste es sich aus ihrem Schritt. Kurze Haare ziepten erst wie Geschenkpapier das man in die Länge zieht, und kräuselten schließlich ein. Ein wenig blieb ihm zwischen den Zähnen hängen. Christoffer spuckte ihr Fötzchen in seine Manteltasche. Er würde ihn in die Reinigung bringen müssen.

Neugierig? Als Taschenbuch und Ebook im Handel erhältlich. Und demnächst auch für Tolino.

Freitag, 25. Dezember 2015

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Opferwald


Fürchtet euch nicht im Wald. Ihr seid nicht allein. Durchatmen, die Seile werden kaum lockerer. Bald bist auch du an der Reihe...

Das lange Leiden hat sich gelohnt, die Qual war es wert: Band fünf ist endlich da, harhar! Diesmal werden die Opfer verschnürt, geknebelt, ge...!


Als Taschenbuch und Ebook im Handel erhältlich. Und demnächst auch für Tolino.

Montag, 21. Dezember 2015

Eine links, eine rechts

https://www.flickr.com/photos/catnapping/121013165/
Träumen
kannst du später noch
nach den Tränen
komm her
sieh mich an
ich schlage dir die Backen rot
sollst einmal
was Anständiges lernen
das glatte Hemd
die gewichsten Schuhe
deine Hände über der Decke
dass du dich
ja nicht selbst beschmutzt.

Lass es sein
das alberne Spielzeug
Firlefanz.

Verloren
in den Weiten des Alls
reduziert auf den kleinsten Punkt
ein funkelnder Stern.

Ich werde stark sein
ich werde erwachsen sein
ich zittere
ja
ich werde erwachsen sein.

Samstag, 19. Dezember 2015

Wie macht man eine Frau sprachlos?

https://www.flickr.com/photos/xlordashx/3037444980/
...indem man ihren Kehlkopf zertrümmert!

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Mein Herz

https://www.flickr.com/photos/knitsteel/2975513127/
Die Theaterränge sind leer
ich habe dich längst gebeten
einen stillen Platz zu suchen
wo uns kein Zuschauer belästigt.

Ich werfe mein Herz
in eine schmiedeeiserne Pfanne
und brate es
scharf an
von beiden Seiten
es ist nicht einmal
richtig durch
es blutet noch
in der Mitte.

Willst du es süßsauer
begleitet von Essiggürkchen
rustikal
auf einem Holzbrett?

Oder lieber roh
auf Brot und mit Salat
Meersalz und Knoblauch?

Ich weiss nicht
wie du mein Herz
gerne serviert hättest
oder wonach
es schmecken soll.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Die deutsche Wirtschaft

https://www.flickr.com/photos/wm_archiv/3938708464/
Es mangelt ihnen an Fachkräften
wie es Anderen
an Verstand mangelt
wir sind das einzige Land
wo Zeitarbeit
ein Ausbildungsberuf ist.

Wer möchte nicht
im Hotelgewerbe arbeiten
zu Arbeitszeiten
an denen jede anständige Familie zerbricht
für einen Hungerlohn?

Wer möchte nicht
als Altenpfleger arbeiten
alleingelassen
mit vierzig Patienten
in der Nachtschicht
und Münzen werfen
wer ihm unter
der Hand wegstirbt?

Wer möchte nicht
einen ehrbaren Beruf lernen
als Maschineneinrichter
oder CNC-Fräser
wenn am Ende
die Lohnprostitution winkt
wie jedem
ungelernten Arbeiter?

Willkommen in der Lehnsherrschaft
Heere von billigen Wanderarbeitern
rammeln unsere Autobahnen
auf und ab
und selbst die Autobahnen
wurden von Bulgaren und Rumänen gebaut
weil die billiger sind
auf dem internatinalen Arbeiterstrich!

Sonntag, 13. Dezember 2015

Glühwein

https://www.flickr.com/photos/toolmantim/6526856999/
Ich mag nicht mehr
da rausgehen
wie durch einen Filter
nehme ich sie
nein ich nehme sie
nicht wahr
wenn es nach mir ginge
würde ich das Haus
nicht mehr verlassen.

Ich hasse das Gewusel
enttäuschter Hoffnungen
das richtige Geschenk
findet niemand
höchstens den Glühweinkocher
am heimischen Fenster
ein paar Orangenscheiben
und Spekulatius.

Nikolaus liegt in einer Schneewehe
die Kehle aufgeschlitzt
blutrot funkelnde Kristalle
aus seinen Rentieren
nähe ich mir eine warme Decke
gegen finstere Gedanken.

Ich hasse sie immer noch
aber ich habe Glühwein
und meine Träume.

Freitag, 11. Dezember 2015

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Der Weihnachtshasser

https://www.flickr.com/photos/glenn-in-japan/4171747002/
Von allen Ecken
dudeln sie es dir
ins Gewissen
dass der Sohn des Herrn
aus dem Christstollen kroch
und am Ende
den Türrahmen mitnahm
weswegen er
bärtig blieb.

Reicht mir Glühwein
Schupfnudeln und Sauerkraut
und ich kotze euch
in die Schnitzereien
aus dem Erzgebirge.

Ihr könnt euch den Advent
in den Arsch schieben
samt Kranz
und den Kerzen
bis aus euren heiligen Mündern
ein seliges Leuchten kommt.

Montag, 7. Dezember 2015

Lieber Nikolaus

https://www.flickr.com/photos/v230gh/11350687715/
...ich hau dir auf den Sack!

Samstag, 5. Dezember 2015

Ist das Leben tödlich

https://www.flickr.com/photos/mecklenburg/12727785654/
...werden es die Grünen verbieten!

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Familiar

https://www.flickr.com/photos/posterboynyc/6050117154/
I seem to know
your face
it looks familiar to me
like a cold angel
smiling.

Did we ever met?
Did we play hide and seek
did we play
the beast with two backs?

Even it was
i don't recall your face
i pretend
not to know you
even if i do.

Your skin tastes different
this time.

Dienstag, 1. Dezember 2015

Der Sinn des Lebens

https://www.flickr.com/photos/h-k-d/6171907581/
Was ist Leben
was ist Liebe
was ist Erfolg?

Ein ewiges Gehetze
nach Maximen
die man aus dem Vorgarten des Nachbars zieht
doch diese Blumen
wachsen nur beschwerlich.

Verwirkliche ich mich
in einem Baum
oder einem Fertigbauhaus
setze ich Kinder in die Welt
oder lege mir
einen Hund zu
bin ich einsam
oder glücklich an der Gesellschaft
die ich habe?

Könnte ich
noch eine schönere Frau haben
oder nur eine
die weniger kompliziert ist
schimpfe ich wie ein Kind
vor Malkreide auf dem Asphalt
was Himmel sei
und was Hölle?

Bin ich glücklicher
mit dem doppelten Gehalt
oder mehre ich meine Sorgen
welches Depot ist das Richtige
und welche Aktie
passt zu meinem Risikoprofil?

Manchmal reicht es
glücklich zu sein
oder zu kämpfen
für Werte an die man glaubt
für Menschen die man liebt
und für die Freude
des Augenblicks.