Sonntag, 27. Dezember 2015

Leseprobe aus "Christoffer V - Opferwald"


Christoffer ließ sich treiben. Schnüffelte in der Luft nach einem Hauch weiblichen Parfüms wie ein Hund. Blumig, spritzig, schwer. Ein bestimmter Frauentyp erschien ihm nicht wichtig. Hübsch musste sie sein. Und verfügbar. Sie musste allein unterwegs sein. Schwieriger noch: Kein Mensch durfte ihr Verschwinden merken, bevor Christoffer mit ihr fertig war. Wo also konnte er sie niederringen? Seine Gedanken rasten im gleichen Tempo, wie Blut in seinen Schwanz pumpte und er wieder hart wurde. Er dachte an buschige Vorgärten. An harmlos wirkende Parkstücke, verschwiegen im schwachen Licht der Laternen. An Hofeinfahrten mit defekten Bewegungsmeldern. Stundenlang irrte er durch die Gassen. Zweifelte an seiner spontanen Strategie. Längst hätte er in einer Kneipe sitzen können, und Süßholz raspeln, um ein dummes Luder gefügig zu machen. Wärmer wäre es dort allemal gewesen. Warum mussten ihn die Biester auch nur so geil machen?
„Ja klar, mache ich. Weißt du ob Wiebke auch kommt? Ach nö! Sag nicht dass sie jetzt mit Heiko zusammen ist. Der Typ ist voll der Macho.“
Sie konnte ihn nicht sehen, wie er an der Pappel lehnte. Ihre volle Aufmerksamkeit galt dem Smartphone in ihren Händen.
„Woher ich das habe? Das weiß doch jeder.“
Viel konnte er nicht von ihrem Gesicht erkennen. Eine blonde Lockenmähne blitzte unter einer mit kleinen Rentieren gemusterten Mütze hervor. Klein war sie und zerbrechlich wie ein Schulmädchen. Christoffer konnte nur schwer hoffe, keine Minderjährige abzuficken.
„Nein, ich habe nicht mit ihm geschlafen. Bloß weil ich-“
Den letzten Satz brachte sie nicht zu Ende. Da hatte Christoffer sie am Kragen gepackt und gegen die Wand geknallt, dass eine Delle in der Wärmeverbundplatte blieb. Putz bröselte zu Boden. Das Styropor half nicht nur dabei, Energie zu sparen. Auch wenn man Brustvieh dagegen schlug, dämpfte es den Knall im Inneren. Aus ihrem Hinterkopf sickerte dickflüssiges Blut. Nicht genug, ihre Augenlider flatterten.
„Frohe Weihnachten. Du bekommst die Rute.“
Christoffer zerrte sie zu Boden und knallte ihre Kopf auf den Asphalt. Der deutlich härter war im Vergleich zur gedämmten Wand. Ihr Smartphone flog zwei Meter weiter, das Display geteilt durch einen diagonalen Riss. Und immer noch sabbelte es aus diesem kleinen Kasten heraus. Unterhielten sich ihre Freunde mit ihr. Sie sprachen ins Leere ohne es zu ahnen. Ging es ums Reden, besaßen Mädchen endlose Energien. Das hörte erst auf, wenn man ihnen den Saft abdrehte. Dann aber endgültig.
„Jenny? Der Empfang wird schlechter. Komm aus dem Funkloch, kleines Mädchen.“
Das Handy zermalmte er unter seiner Stiefelsohle, bis es keinen Pieps mehr machte. Jennys Freunde konnten ihr nun auch nicht mehr helfen. Es fehlte noch, das eines dieser Biester sie per Geo-App ortete. Wobei... Christoffer war Manns genug, es mit mehreren Weibern gleichzeitig aufzunehmen. An Potenz und Willen mangelte es ihm nicht, im Gegenteil. Bloß die Zeit war nicht sein Freund. Bald schon würde man ihn entdecken. Zitternd und stammelnd mit dem Finger auf ihn zeigen wie eine schwärende Wunde am Gesäß der Menschheit. Die Fenster zuknallen und eine dreistellige Nummer wählen. Wenn er sich nicht sofort auf seine schmutzige Arbeit konzentrierte.
Im Schutz einer Hofeinfahrt machte er sich über sie her. Knopfjeans. Das blöde Aas trug Knopfjeans! Nichts hasste er mehr an einer Frau. Als dass ihre Kleidung sich der Schändung wie ein Bollwerk der Moral entgegen stellte. Wütend riss er das Kleidungsstück entzwei. Christoffer war erleichtert: Sie trug Schamhaare. Keine Ahnung wie alt genau sie war. Fragen konnte er sie nicht mehr. Aber wenigstens war ihr Kätzchen flauschig. Er streichelte sie. Nun gehörte das kleine Tier ihm ganz allein. Welche Stellung gebührte einer Toten? Er war zu gierig gewesen. Christoffer hatte ihre kostbare Lebenszeit sinnlos verschwendet. Die er genussvoll mit abwechslungsreicher Folter hätte füllen können. Er zog ihren schlaffen Körper hoch und lehnte ihren Kopf gegen die Hauswand wie eine Buchstütze. Köpfchen unters Wasser, Pfläumlein in die Höh! Sie hätte nicht hübsch zu sein brauchen. Ihr Gesicht schleifte am Boden wie das blaue Ende eines Radiergummis. Das rote Striemen am Boden machte. An ihre Lippen kam er in dieser Stellung schwer heran. Am Ende biss er ihr die Fotze aus. Schmeckte seinen eigenen Saft, salzig wie eine Auster. Das Fleisch war warm und fest wie bei einer Legehenne. Nicht ausgeleiert wie bei einem alten Muttchen. Nur widerwillig löste es sich aus ihrem Schritt. Kurze Haare ziepten erst wie Geschenkpapier das man in die Länge zieht, und kräuselten schließlich ein. Ein wenig blieb ihm zwischen den Zähnen hängen. Christoffer spuckte ihr Fötzchen in seine Manteltasche. Er würde ihn in die Reinigung bringen müssen.

Neugierig? Als Taschenbuch und Ebook im Handel erhältlich. Und demnächst auch für Tolino.

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