Donnerstag, 23. Februar 2017

Jaja Hmhm

https://www.flickr.com/photos/robert7/708451204/
Ich möchte gerne
mit dir reden
dir begegnen
zwischen Papierstapeln und Abwasch
in dem raren Moment
wo unsere Schichten
sich treffen.

Jaja Hmhm

ist deine Antwort
wenn ich dich frage
wie dein Tag war
oder was du gerne
vom Markt hättest.

Jaja Hmhm

bekomme ich zu hören
wenn du tief
in deinen Spielen versunken bist.

Jaja Hmhm

ist deine Antwort
wenn ich einfach nur
die Zeit mit dir geniessen möchte
zu zweit
die rare Zeit
auf dem Sofa mit einem Film.

Jaja Hmhm

sagst du
wenn du mich ignorierst
wie eine Wettererscheinung
wie Regen und Schnee
wie Sonne und Wind
wie einen Menschen
der dich lieb hat
und nicht weiss
warum.

Samstag, 18. Februar 2017

Freitag, 10. Februar 2017

Evil Ed Fanzine: Ranzig


Heinrich Molke ist Käsemeister und auf seinem Gebiet eine absolute Koryphäe. Seine aberwitzigen Kreationen verzaubern die Gaumen und Nasen seiner Kunden. Seine Geheimzutat? Humankäse, den er auf von ihm gefangenen Frauen mit Akribie und Talent züchtet und dann aus ihren Geschlechtsteilen und/oder Achselhöhlen kratzt. Aber auch künstlich erzeugte Löcher im Körper seiner lebenden Käsemaschinen nutzt er zur Herstellung seiner aromatischen Leckereien. Aber für seinen großen Traum, den Gewinn der nationalen Käsemeisterschaften in Wiesbaden, muss er etwas ganz Besonderes präsentieren...

Thomas Reich ist ein junger Autor aus Villingen-Schwenningen und auf seinem Gebiet eine absolute Koryphäe. Seine aberwitzigen literarischen Kreationen sorgen dafür, dass unbedarften Lesern der Atem stockt und das Essen aus dem Gesicht fällt. Seine Geheimzutat? Eine Mischung aus härtenstem Splatter, absonderlichen Perversionen und ein wenig saftiger Pornografie, die ihm zumeist mitten in der Nacht aus den Fingern fliesst. Aber auch beissende Ironie und rabenschwarzer Humor finden sich in seinen Werken, dürften allerdings dem Großteil seiner Leser entgehen. Seinen Traum, sein 50tes Buch zu schreiben, hat er sich bereits im letzten Jahr mit dem Roman „Vieh“ erfüllt (Review folgt), mit seinem neusten, hier vorliegenden, Werk hat er wieder etwas ganz Besonderes geschaffen...

Es ist schon sehr erstaunlich, dass ich, der ich immer die Augen nach der etwas anderen Literatur offen halte, erst Anfang diesen Jahres über Reich und sein Reich aus Absonderlichkeiten gestoßen bin und ich muss auch zugeben, dass ich nach dem Lesen der folgenden Absätze, die bei AMAZON als Vorschau verfügbar sind, doch eher skeptisch war:
Unter der festen Gummischicht reifte Lara dahin. Ihre Drüsen produzierten ein stinkendes Sekret, welches an asiatische Fischsauce erinnerte. Sie funktionierte besser als jeder Zwiebelsud. Es ging nichts über eine ordentlich fermentierte Fotze. Sieben volle Tage gärte der Fischtopf unter seinem Tiegel. Es war an der Zeit, das Frischesiegel zu erbrechen.
„Willst du an dir riechen?“
„Danke, ich verzichte.“
„Voller könnte ein Aroma nicht mehr werden.“
Hilflos wie eine demenzkranke Seniorin erlaubte sie Heinrich, das stramme Höschen abzustreifen. Heinrichs schwieliger Daumen glitt in ihren saftigen Spalt. Unter seinen harten Fingernägeln klebte Laras Substanz.
„Ich möchte dich über den Ofenkäse aufklären. Du weißt doch, was einen guten Ofenkäse ausmacht, oder?“
„Leider nicht.“
„Das finde ich sehr schade. Nun, ich möchte es dir erklären, bevor ich deine Muschi grille. Diese Ehrlichkeit gehört zu meinem Berufsbild.“
„Dein Ernst? Hältst du dich für einen profunden Käsemeister?“
„Selbstverständlich! Wenn du noch irgendwelche Zweifel hegst, so werde ich sie innerhalb der nächsten Stunden zerstreuen.“

Ich befürchtete eine Art stumpfer pornographischer Schlotze voller Stilblüten und langweiliger Sprache, also ging ich den äußerst vorsichtigen Weg und fragte Thomas erst einmal nach einem Rezensionsexemplar, machte ihm aber auch gleich klar, dass er von mir nur ein ehrliches Review zu erwarten hatte. Schließlich hat EVIL ED den Ruf sich bei jedem unbeliebt zu machen – positive Kritiken nur weil man etwas umsonst bekommt? Wir sind doch nicht Harry Knowles...

Thomas entpuppte sich bereits in unserem ersten Chat als ein durchaus intelligenter Mensch und meine Vermutung, dass hinter den bösen Worten ein doch eher lebensfroher Exzentriker steckte, bewahrheitete sich glücklicher Weise.

Am Freitagmorgen kam das Buch dann auch bereits an und den gestrigen Sonntag setzte ich mir die Aufgabe, zumindest mal reinzulesen, was dazu führte, dass ich das Buch heute Morgen letztmalig schließen und in der Nähe von Joseph D´lacy und Charlie Huston einordnen konnte.

Reich erzeugt, bei all den ekligen Szenen, bei all den beschriebenen Perversionen und bei all der Sprachkotze, die aus den Seiten quillt, einen Lesesog, der seinesgleichen sucht. Dabei erweist er sich als ein durchaus sprachgewandter Autor, der immer wieder mit neuen Bildern glänzen kann – und das nach mehr als 50 bisher geschriebenen Büchern.

Sicherlich muss man auch auf die Schwächen von „Ranzig“ hinweisen. Da ist zuerst einmal die recht einfache Charakterzeichnung – um genau zu sein gibt es, außer dem Protagonisten und seiner hygieneverweigernden, der Pädophilie nicht abgeneingten Tante, keine Figuren, die zu mehr dienen, als bloße Schlachtopfer zu sein. Allerdings würde eine tiefere Charakterisierung der Opfer und ihres Leidens auch dazu führen, dass das Buch tatsächlich unlesbar wäre, so dass man dafür schon fast dankbar sein kann.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die teilweise - gewollte - kreative Grammatik des Werke. So finden sich ab und an Sätze die. Einfach so mittendrin mit Punkten beendet werden. Obwohl eine kommagetrennte Fortsetzung passend wäre. Das gibt dem Buch an einigen Stellen einen seltsamen Effekt, der den Leser zusätzlich noch verstört.

Demzufolge – und ganz speziell durch den oben schon erwähnten rabenschwarzen Humor und die versteckte Ironie – ist „Ranzig“ ein Buch, das man jedem Leser absonderlicher Literatur nur ans Herz legen kann.

Nachdem das Buch in meinem Regal gelandet war, habe ich mir direkt bei AMAZON noch die Kindle-Version von „Vieh“ ausgeliehen – ich schätze mal ich werde auch heute nacht nicht viel Schlaf bekommen.


„King hat mich auf Horror gebracht
und Bukowski die Gossensprache beigebracht!“
Thomas Reich

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

DANKE AN DEN WESTERTEICHER . DAS BUCH KAUFEN KÖNNT IHR HIER.

Dienstag, 7. Februar 2017

Sonntag, 5. Februar 2017

9 + 9 = 18

https://de.wikipedia.org/wiki/Lewis_Carroll#/media/File:Henderson_Annie_and_Frances_(Lewis_Carroll,_07.1879).jpg
...Mathematik für Kinderficker!

Freitag, 3. Februar 2017

Schwabägeiz isch teuer

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Muehlberg_Schwaben_1.jpg
...da muss mer lang für spare!

Mittwoch, 1. Februar 2017

Leseprobe aus "Ranzig"


Heinrich trieb die Reifezeit auf die Spitze. Das Endergebnis war eine klebrige Schmiere, die ihm am Holzlöffel kleben blieb. Mit einer Verbandsschere durchtrennte er Kunstleder und Baumwolle, schälte Katrina aus Schuh und Socke. Den Verpackungsmüll warf er in den Eimer, mit dem er später den Verbrennungsofen füttern wollte. Stück um Stück verschwand Katrina von der Bildfläche. Er löschte ihre Konturen aus mit der blauen Seite des Radiergummis. Die, mit der es richtig wehtat.
„Ich rieche schon, der kommt gut.“
„Es ist mir ja ganz unangenehm.“
„Keine falsche Scham. Du bist perfekt.“
Nach all den aussichtsreiche Varianten von Obatzter Otze bis Müritzer Muschi war Katrinas Fußkäse eine herrliche Abwechslung. Heinrich glaubte sich dem Durchbruch nahe, auch wenn er eher einem Nebenfetisch frönte. Rote Risse bluteten zwischen ihren Zehen, während der Käse mild und sahnig auf der Zunge zerging. Am Gaumen wurde es bitter und scharf. Hautschuppen waren stärker vertreten als bei jeder anderen Sorte, die er je einem Weib abgerungen. Unter Hitze und Druck hatten sie sich zu einem mit Pilzen durchmengten Brei zersetzt. Das meiste davon landete in einem Bottich. Den Rest schleckte er mit der Zunge aus.
„Hihi, das kitzelt!“
Der Hartkäse unter seiner fleckigen Schürze war dick und pochte. Wie in Trance streifte er sein Beinkleid ab, und näherte sich Katrinas schmutzigem Leib. Er hatte es auf die pilzverseuchten Zwischenräume abgesehen. Ihre Zehen feucht geleckt, damit sein Schwanz leichter dazwischen ging.
„Du tust mir weh!“
Ausnahmsweise musste er ihr Recht geben. Und ficken konnte er sie auch nicht. Ihre Zehen wurden getragen von einem stabilen Knochengerüst. Um einen Treffer zu landen in diesem Zaun, musste man die Latten einreißen. Die Zehen wehrten sich, und schützten das Tor. Nur millimeterweise bogen sie sich zur Seite. Heinrich konsultierte den Schiedsrichter, ob es fair sei. Dass der Humankäse sich derart vehement seiner Schändung entgegenstellt.
„Eng bist du, das mag ich an Käse. Wie ein Emmentaler Luftloch.“
Molke kehrte in die Produktionshalle zurück, und durchsuchte seinen Werkzeugschrank nach einem geeigneten Gerät. Zu eng gab es nicht auf seiner Speisekarte. Nur die falsche Ausrüstung.
„Ich werde dich gefügig machen.“
Mit dem Hammer schlug er ihr die Zehen platt. Knochen knirschten unter rostigem Metall. Aus einer Jungfrau machte er ein ausgeleiertes Luder in Blut und Matsch. Schon schwoll sie an, grün und blau. Die Schläge regten die Durchblutung ihrer Fußfotze an. Nun wurde sie fluffig, und gleichzeitig eng wie ein prall gepumpter Schwimmreifen. Mit dem Finger fühlte er vorsichtig vor.
„Schluss mit dem Vorspiel. Zärtlichkeit ist nur für Anfänger. Darin stimmst du doch mit mir überein, oder?“
„Fick dich.“
„Ich nehme das als Aufforderung.“
Heinrich küsste ihre Zehen. Dann tauchte er mit seinem Schwanz hinein in die blau pochenden Extremitäten. Rückstände der weißen Schmiere ölten ihre kleinen Löcher.
„Deine Mauken sind so geil!“
Katrinas Halbmonde lösten sich einer nach dem anderen. Ihr Nagelbett blutete, sie war noch Jungfrau zwischen den Zehen. Heinrich nahm darauf keine Rücksicht. Oder auf ihre gebrochenen Segmentknochen, die seine Eichel sanft massierten. Er hasste ein langes Vorspiel. Es überreizte seine Sinne, und verkürzte den Weg zur Torlinie erheblich. Wenn er die Augen schloss, konnte er jubelnde Fans am Spielfeldrand sehen. Sie schwangen die Wimpel ihres Lieblingskäses, und spornten ihn mit ihren grellen Pfiffen an. Ihre Hornhaut war im engen Schuhwerk weich geworden, und diente ihm nun als Gleitcreme. Heinrich Molke verdrehte die Augen, schielend vor Glück kam er zum Orgasmus.

Ihr wollt die geile Schmiere aufs Brot? Dann auf zum Käsefachgeschäft...