Dienstag, 28. Februar 2012

Innehalten


Die Kehle vom Krakeelen wund, setze ich heißes Wasser auf für eine Tasse Tee mit Honig. Man kann nicht jeden Tag den Revoluzzer geben. Die Revolution frisst ihre Kinder, und ich bin wohl eines davon. Manchmal ist es wichtig, innezuhalten. Wer verlernt, das Leben zu genießen, vergisst, wofür er kämpft.

Die inneren Batterien laden auf, während der Wasserkocher sprudelt. Vielleicht wasche ich die Teppiche aus, die alle aus unerklärlichen Gründen irgendwann einmal graubraun sind. Vielleicht koche ich mir etwas richtig Gutes, mit frischem Gemüse und wenig Fleisch. Ich sollte mehr auf mich achten. Sprach der übervolle Aschenbecher. Bis auf den Filter runtergeraucht, ich sollte es besser wissen. Wenn ich mich nicht gut behandle, wie sollte ich es da von Anderen erwarten?

Revolution ist ein anstrengendes Gewerbe. Für seine Ideale kämpfen. Reden schwingen. Tut mir einen Gefallen: Verlernt nicht, zu leben. Macht euch und euren Mitmenschen einen schönen Tag. Und verdammt nochmal, lebt die Ideale, die ihr predigt! Es ist keinem gedient, wenn ihr in der Schlacht verschleißt.

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