Sonntag, 11. November 2018

Bei der Begattung

https://www.flickr.com/photos/38485387@N02/3570278232/

...spielt die Gattung keine Rolle!

Samstag, 10. November 2018

Tierart egal

https://www.flickr.com/photos/nostri-imago/3036797914/
...Hauptsache Schwanz!

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Was fährt ein Frauenarzt?

https://www.maxpixel.net/static/photo/1x/Car-Erotic-Sexy-Model-Woman-Bentley-Legs-813231.jpg

...einen Vulvo!

Montag, 3. September 2018

Gemaule


Man kann miteinander reden
muss es aber nicht.

Ich kann nichts sagen
ohne dass es
ein Gemaule gibt
es ist zu viel verlangt
dass du zuhörst
oder mich ausreden lässt
das Mindestmaß an Respekt
geht dir auch noch flöten
zwischen verkrampften Händen
und ausgeholten Gegenständen
der kleinste Funke
und wir wälzen uns
prügelnd über den Boden
wie Hunde.

Nein
man muss nicht miteinander reden
ich würde dir so gern
das Maul einschlagen.

Mittwoch, 15. August 2018

Menstruationskünstler Daniel Berger


Ich beschloss, das neue Cover aus Tampons und Kunstblut selbst zu basteln. Eine Idee, die aus der kranken Seele meiner neuen Hauptfigur kommen könnte. Wieder habe ich eine Grenze überschritten. Ich habe Angst.

Der Besuch im Drogeriemarkt blieb nicht ohne Produktfragen; ich wollte wissen, ob die Dinger mit Motiven bedruckt sind.
"Wissen Sie, ich brauche es für eine Fotoserie mit Kunstblut."
"Ahja."
Dem Gesichtsausdruck der Kassiererin nach zu urteilen, kann ich mich hier nie wieder blicken lassen.
"Ich will Wörter damit nachstellen."
"Nä, Sachen gibbet...!"

Ich fühlte mich schmutzig. Ich würde etwas Verbotenes tun. Etwas abartigst Perverses. Und es erregte mich. Ich glaube zu wissen, wer Daniel Berger ist.

Sonntag, 4. März 2018

Über das Wesen der Perversion

https://www.flickr.com/photos/stikone/5013187628/
In letzter Zeit fällt es vielen Fans schwer, meinen Gedanken zu folgen. Anscheinend stößt das lustige Schlachthaus der Grausamkeiten auf Verständnis. Solche Abartigkeiten kann und will man nachvollziehen.

Mich persönlich aber langweilt das lustige Schlachthaus. Ich suche nach neuen Perversionen. Rotze. Nasenficken. Wundfetisch. Fotzenkäse. Diese Sonderfomen der Erotik erschließen sich vielleicht nicht beim ersten Leseversuch. Aber wenn man sich darauf einlässt, entführen Sie dich in eine absonderliche Welt. Folge mir ins Kaninchenloch. Und ich gewähre dir einen Blick unter Alices ranzigen Schlüpfer. Splatter ist nicht statisch, auch dieses Genre kann sich weiterentwickeln.

Mal ehrlich, wo zieht ihr die Grenze? Abschlachten ist ok, das findet ihr noch sexy. Aber Rotze und Naseficken ist pervers? Wir diskutieren lange darüber, was normal ist. Lasst uns darüber sprechen, was pervers ist und noch sein kann.

Sonntag, 25. Februar 2018

Leseprobe aus "Wundgeil"


Er faltete seinen provisorischen Spritzschutz zusammen, und schaffte ihn in Großmutters Schlafzimmer. Nur für den Fall der Fälle. Dass er ihrer Eiterflut nicht Herr wurde. Auf dem Nachtisch schwamm ein Gebiss in milchiger Brühe.
„Da bin ich wieder.“
„Du wolltest mir Erleichterung verschaffen.“
„Mir auch.“
Ihre schwachen Augen erkannten keine Erektion mehr. Vielleicht war es besser, dass der Mensch seine Sexualität vergaß. Litt Friede an Alzheimer? Konnte sie ihre Situation nicht mehr einschätzen? Oder warum wusste sie die Avancen ihres Enkels nicht mehr zu würdigen? Im Alter verlor der Mensch das Interesse an Sexualität in jeglicher Form. Seinen Zungenkuss genoss sie als reines Zeichen der Zärtlichkeit. Torsten hielt ein Skalpell in der Hand.
„Ich werde dich anritzen. Es könnte wehtun.“
Friede schluckte. Mit brüchiger Stimme fand sie die richtigen Worte:
„Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet zu dem Felsen vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen, die Gemeinde tränken und ihr Vieh.“
Torsten erkannte das Bibelzitat. Erst zögerte der Messias, dann fühlte er sich heimisch in den aramäischen Zeilen.
„Da nahm Mose den Stab, der vor dem Herrn lag, wie er ihm geboten hatte. Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor dem Felsen, und er sprach zu ihnen: Höret, ihr Ungehorsamen, werden wir euch wohl Wasser hervorbringen können aus diesem Felsen?“
Schorf zückte das Skalpell. Wollte seiner Oma nicht mehr wehtun als nötig, um seine Wundgeilheit zu befriedigen.
„Ich bin dieser Felsen. Schlage an, und das Wundwasser wird fließen.“
Das Skalpell ritzte ihre Haut. Zarter Schmelz umspielte die Einschnittstelle. Dann blubberte es heraus. Ein zartgelber Tropfen nässte die Edelstahlspitze seiner medizinischen Instrumente.
„Kommt es schon?“
„Keine Ahnung, vielleicht muss ich drücken. Wie ein Pickel.“
Mit einer Hand vergrößerte er Omas Wunde. Mit der anderen quetschte er entzündetes Gewebe, ignorierte stumme Schmerzensschreie. Tränen in den Augen, wie beim Schälen einer Zwiebel.

*

Omas Vanillegeheimnis wurde gelüftet, es gab kein Halten mehr. Erst kam nur ein dünner Strahl. Dann gab das geschundene Gewebe nach, und eine körnige Pampe floss wie Haferbrei. Flutete sein Gesicht, flutete seinen Mund. Rann aus Torstens Mundwinkeln. Jeder vernünftige Mensch hätte sein Antlitz abgewendet, um ja nichts abzubekommen. Torsten öffnete seinen Mund, um ihren eitrigen Sturzbach zu trinken. Gott gab reichlich. Mehr als ein Mensch trinken konnte oder essen, die Paste war dick und gehaltvoll. Torsten schluckte und trank. Verdaute, wo es dickflüssig wurde. Schloss die Augen, wo es seine Sicht vernebelte. Verrieb es auf der Haut, dick und sämig wie das Gruppenejakulat einer Orgie. Wann hatte er sich seiner Kleidung entledigt? Torsten konnte sich nicht erinnern.
„Den Pimmel kenne ich doch. Dein Vater hatte genauso einen.“
„Ist nicht wahr.“
„Brauchst mir nicht erzählen. Ich habe den Kleinen immer gewaschen. Bis Heinz die Aufgabe selbst übernahm. Dann aber war er sehr eifrig davon erfüllt. Weit über das Pflichtsoll hinaus schrubbte er seinen Pillermann.“
Eiter füllte Torstens Backen, mehr als er je hätte trinken können. Es floss in die fernen Winkel seiner Lippen. Es färbte seinen Gaumen mit einer olfaktorischen Signatur. Ranzig und verdorben wie ihre Seele. Was wusste Friede schon von Gott? Sie verfaulte am eigenen Leibe. Ihr Nektar nährte ihren Enkel, Gelee royale einer Königin.

*

Friede machte ihren Eierlikör selbst. Keine Ostertafel ohne ihren Sud aus Eigelb und Schnaps, wochenlang hochgezogen in einem Gärfass. Zu Weihnachten ausgeschenkt in traditionellen Porzellanbechern unterm Baum. Was aus ihrem Körper kam, schmeckte anders als der beliebte Punsch. Cremeschichten deckten ihr Schlafzimmer zu. Klebten am Schrank, und sickerten in die Laken. Als hätte man einen Feuerwehrhydranten aufgedreht.
„Mein schöner Teppich!“


Fiebrig geworden? Dann hol dir schnell das Kurativ aus der Fachapotheke! Empfohlene Darreichungsformen: