Mittwoch, 12. Februar 2014

Der Nachtwächter


Gleich ist Zapfenstreich. Woher ich das weiß? Der Nachtwächter brüllt es durch die Gassen. Naja, der Schreihals wird schon wissen, was richtig für mich ist. Also streichle ich meinen Zapfen, bis das Licht ausgeht!

Alles schläft, einsam wacht. Ein Mensch über seinen Papieren, wie um eine Flucht zu planen. Raus aus den dreckigen Wirren des Alltags, hinein in die bunte Zauberwelt der Geschichten. Piekst mich, ob ich noch lebe. Wenn Tinte sprudelt, so geht es mir gut.

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Informationen veralten im gleichen Moment, wo sie gelesen werden. Wie willst du ein aktueller Mensch sein?

Bei den Verlagen gehen die Lichter aus. Alte Herren wollen dieses neumodische Buch machen, der Enkel sagte kürzlich Ebook oder so. Macht mal was, genau. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, stirbt aus. So wie ein Kutscher, der nie einen Führerschein machen wollte. Weil der Mist mit dem Auto sich in ein paar Jahren erledigen würde. Die Kutscher sind weg, die Autos geblieben. Immer schön am Ball bleiben, Leute!

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