Sonntag, 2. September 2012

Kleinstadtgedöns


Diese Stadt treibt mich noch in den Wahnsinn, und ich sie. Wie in einer chinesischen Fingerfalle sind wir ineinander verhakt und fügen uns bei jedem Befreiungsschlag neue Wunden zu. Sie haben es nie leicht mit mir gehabt, denn ich habe ihnen nichts geschenkt. Im Gegenteil: Mir das Recht von ihnen abgetrotzt, tun und machen zu können, wozu ich gerade lustig war.

Generationen von Exzentrikern habe ich kommen und gehen sehen. Manch einer wählte den Strick, einige zogen weg, und selbst der Feuersänger (unser allseits beliebter Fußgängerzonenprediger) kommt in die Jahre. Die Fußstapfen, die sie mir hinterlassen, sind groß. Ehrfürchtig versuche ich, ob sie mir passen.

Doch ich glaube, ich kann in sie hineinwachsen.

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